Bürstadt

Ferienspiele Kinder angeln bei den Ferienspielen am Wolffsweiher in Bürstadt / Geduld und Geschick gefragt

Rotbarsch zappelt am Haken

Archivartikel

BÜRSTADT.„Willkommen im kleinen Paradies“: Das ist für Lennart Hoecker, Mitglied des Angler-Clubs (AC) Rheinlust Bürstadt, der Wolffsweiher. Das Paradies liegt also zwischen Bürstadt und Rosengarten – und war nun Veranstaltungsort der Ferienspiele. Drei Stunden lang konnten 15 Kinder einen Einblick in den Angelsport erhalten.

Wichtig war den Mitgliedern, dass die Kinder zunächst ein Gespür für das Angeln und den Umgang mit der Angel erhalten. Also lernten sie zu Beginn die Bestandteile der Angelrute kennen. Die Teleskoprouten bestehen aus mehreren Stäben, die zusammengesteckt werden, und einer Angelschnur. Am Ende gibt es einen Haken mit einem Bleigewicht, damit er im Wasser untergeht, sowie einen Schwimmer, der dem Angler signalisiert, ob ein Fisch angebissen hat. Und natürlich muss noch ein Köder am Haken befestigt werden.

„Wir haben Wert daraufgelegt, dass die Kinder selbst Fische fangen können. Für sie ist es wichtig, einen Erfolg zu haben“, erklärt Lars Markert, der zweite Jugendwart des Angelclubs. Der Spaß soll im Vordergrund stehen, daher können die Kinder schon bald mit dem Angeln beginnen und ihren ersten Fisch fangen.

Maden als Köder im Einsatz

Der zehnjährige Yannick Höhnen hält am Ufer seine Schnur mit einer Hand ins Wasser und kann beobachten, wie sich ein Fisch dem Köder nähert. Sobald der Fisch dran ist, holt er die Schnur aus dem Wasser. Yannick befreit ihn sofort vom Haken und bringt ihn in einen Eimer mit Wasser – um ihn genauer zu betrachten. Der Zehnjährige hat einen Sonnenbarsch gefangen. Diese Fischart ist in Europa weit verbreitet, erfährt er von einem der Angler.

„Wir haben viele Sonnenbarsche gefangen“: Yannick zeigt stolz auf den Eimer mit elf Fischen. Die Kinder bekommen die Besonderheiten jeder einzelnen Art genau erklärt und können die Fische an ihrem Haken in kürzester Zeit selbst bestimmen. Außerdem zeigen sie keine Scheu im Umgang mit den Lebendködern: Maden.

Einen besonders großen Fisch hat die zehnjährige Jessica Müller an der Angel. Lars Markert nimmt ihn vorsichtig ab: Es ist ein Rotbarsch. Dass Angeln Geduldssache ist, lernen die Kinder bald. Denn es kann zehn Minuten dauern, ehe wieder etwas zappelt am Schwimmer. Da den jungen Besuchern am Wolffsweiher mehrere Angelplätze zur Verfügung stehen, können sie wechseln, um an einer anderen Stelle ihr Glück zu versuchen. Am Ende dürfen die Fische aus den Eimern übrigens wieder zurück in den See.

Auch abseits des Wassers soll der Spaß beim AC nicht zu kurz kommen. Die Kinder dürfen den Umgang mit einer Angel mit Rolle spielerisch lernen. Dafür haben die Mitglieder auf der Wiese einen Wagen in zehn Metern Entfernung aufgestellt. Nun sollen die Kinder eine Angelschnur mit Bleigewicht in den Wagen pendeln. Das klingt simpel: Erst mit einem Finger die Schnur festhalten, dann den Bügel der Rolle öffnen, das Bleigewicht pendeln lassen und den Finger wegnehmen, damit die Schnur nach vorne saust – am besten in den Wagen hinein. In der Praxis ist das allerdings gar nicht so leicht.

Mit so einer Angelroute mit Rolle können größere Fische gefangen werden, dafür braucht es aber viel Erfahrung. Denn der Wurf muss stimmen, und die Gefahr, dass sich die Schnur verheddert, ist groß. Den Kindern reicht das Zielwerfen auf dem Trockenen.

Auch um das leibliche Wohl kümmert sich der Verein und versorgt seine Gäste zum Abschluss mit kalten Getränken und Bratwurst mit Pommes.

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