Bürstadt

Brandschutz Sieben Klassen bei der Bürstädter Feuerwehr zu Gast / Viele Tipps bekommen

Schillerschüler lernen löschen

Bürstadt.„Ich möchte einen Unfall melden. In der Kettelerstraße in der Nähe des Schwimmbades“: Ganz professionell hat Max die Notrufnummer 112 gewählt. Klar und präzise beantwortet er die Fragen von Uwe Stockmann, der am anderen Ende der Leitung nach der Anzahl der Verletzten fragt.

Die Absetzung eines Notrufes ist nur eine Übung, die die sieben Klassen der Bürstädter Schillerschule während der Brandschutzerziehung absolvieren. Über drei Wochen haben sich die Kinder jeweils an zwei Tagen diesem Thema gewidmet.

„Insgesamt hatten wir 160 Kinder bei uns zu Gast“, berichtet Siegfried Gebhardt, der sich seit mehr als 20 Jahren für die Brandschutzerziehung von Kindern, Erwachsenen und Menschen im Seniorenalter kümmert. Unter den Schülern zählen auch zwei Klassen der Sprachheilschule.

Die Brandschützer zeigen ihnen in Filmen und Bildern ihren Einsatzalltag. Und die Kinder erfahren viel über die Gefahren von Rauch und Feuer. „Ihr müsst euch ein feuchtes Tuch vor die Nase und den Mund halten und euch bemerkbar machen“, erklärt Siegfried Gebhardt seinen Schützlingen. Aber auch die richtige Handhabung von Streichhölzern, das Auspusten von Kerzen und den Umgang mit Christbaumkerzen, Feuerwerkskörpern oder dem offenen Feuer im Kamin oder Grill erklärt er ihnen.

Die Schüler lernen auch, kleine Feuer mittels Wassereimer, Gartenschlauch, Sand oder Löschdecke zu löschen. „Nicht weglaufen!“ heißt die Devise, wenn ein Kleiderbrand ein Menschenleben bedroht. Stattdessen sollen die Kinder den Betroffenen auf den Boden werfen und hin- und herwälzen.

„Die Kinder sind jeden Morgen mit den Bus gekommen“, berichtet Gebhardt, den sechs Kollegen unterstützt haben. Zudem sind jeweils die Lehrer mit gekommen. „Man merkt, dass Herr Gebhardt die Brandschutzerziehung mit Leidenschaft macht“, ist sich Lehrerin Ariane Jordan sicher. Krönender Abschluss für die kleinen Gäste ist ein Rundgang durch das Gerätehaus. „Im Sommer sollen die Kinder noch einmal kommen. Dann können sie spritzen“, meint Gebhardt lachend. Fell

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