Bürstadt

Aktionstag Selbsthilfegruppen präsentieren sich auf dem Bürstädter Wochenmarkt

Schlaganfall schnell erkennen

Bürstadt.Gegenüber von Kuchen, zwischen den Blumen und anderen Wochenmarktangeboten, war der Aktionsstand der Schlaganfallselbsthilfe Bergstraße zu finden. Deren Leiter Hans-Dieter Niepötter war es wichtig, am deutschlandweiten Tag des Schlaganfalls die Passanten mit Informationen zu versorgen.

„Normalweise sind wir auf Gesundheitstagen vertreten, bei denen die Leute auf diese Art Themen eingestellt sind. Damit mal auf den Wochenmarkt zu gehen und die Kunden hier zu sensibilisieren, ist schon etwas Besonderes“, meinte er. Auch Bürgermeisterin Bärbel Schader kam gleich vorbei. Sie hielt ihre Sprechstunde ebenfalls zu dieser Zeit auf dem Markt ab. Schader hält Selbsthilfegruppen für enorm wichtig: „Dort können sich Betroffene und Angehörige austauschen, Rat und Hilfe holen.“

Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe stellten in den Mittelpunkt, wie Anzeichen eines Schlaganfalls gleich erkannt werden können. Dazu verteilte Niepötter kleine Kärtchen, auf denen der FAST-Test erklärt wird. FAST steht als Abkürzung für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit) und beinhaltet die Merkmale, die bei einem Mitmenschen rasch von jedem ohne medizinische Kenntnisse getestet werden können, wenn der Verdacht Schlaganfall im Raum steht. Danach sollte schnellstmöglich der Notruf gewählt werden.

Das Thema des Aktionstags lautete: „Ich spüre was, was du nicht siehst.“ Es drehte sich um die nicht sichtbaren Folgen eines Schlaganfalls. Viele verbinden damit einen hinkenden Gang oder einen gelähmten Arm. Für sichtbare Einschränkungen gibt es Therapien, für unsichtbare Folgen kaum. Einiges heile einfach die Zeit und die Betroffenen empfänden es irgendwann nicht mehr so stark, erläuterte Niepötter. Er war mit dem Verlauf des Vormittags sehr zufrieden, denn es hatte einige gute Gespräche gegeben.

Neben der Schlaganfallselbsthilfe stellte sich noch die Defi-Gruppe Heppenheim vor. Monika Arras aus Lampertheim ist eine der Sprecherinnen der Gruppe, trägt selbst einen eingepflanzten Defibrillator und kann dazu bestens Auskunft geben. Die beiden Selbsthilfegruppen sind vernetzt und arbeiten häufiger zusammen. Herzrhythmusstörrungen können die Ursache dafür sein, dass ein implantierter Schrittmacher benötigt wird, aber sie können auch möglicher Auslöser für einen Schlaganfall sein. cid

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