Bürstadt

Zwergenwald Kitakinder in kleinem Rahmen verabschiedet

„Schlaue Füchse“ feiern Abschlusszeremonie

Bürstadt.Für die Kindergartenkinder im Zwergenwald war die Coronazeit schwer. Deren Auswirkungen bekamen die künftigen Schulkinder, die „schlauen Füchse“, auch während ihrer Abschlusszeremonie an der benachbarten Grillhütte zu spüren.

„Normalerweise sind alle Kita-Kinder dabei. Heute haben wir uns auf die Gruppe der Abgänger und deren Eltern beschränkt“, machte Leiterin Anja Kuhn deutlich. Dafür nahm eine Kollegin die Zeremonie auf. Der so entstandene Film soll dann allen zur Verfügung gestellt werden.

Um den vorgesehenen Abstand einzuhalten, gab es für die sieben Füchse jeweils einen Reifen, in dem sie stehen konnten und an dessen Rand ein Luftballon gebunden war. Für die Eltern waren zudem mit Namensschildern bestimmte Bereiche im Halbrund bestimmt. Zuerst stellte die Leiterin die Kinder vor, die von Luzilla Ohl und Stefanie Bagdadi betreut wurden. Nach ihrer Vorstellung nannten die Kinder ihre Wünsche für die Schule. „Ich wünsch‘ mir eine nette Lehrerin“ oder „Ich hoffe, dass ich viele Freunde finde“ waren darunter. Zudem erhielten sie mindestens einen Ordner überreicht, in dem sie die Ergebnisse aus der Kita- und Schulkindzeit festgehalten hatten, bekamen jeweils ein Scherenschnittbild von sich und einen Ordner für die Schule.

Zu Besuch bei der Feuerwehr

Anja Kuhn fasste die Zeit mit den schlauen Füchsen zusammen, die sich im August 2019 zu ihrem ersten Projekt trafen. Vor der Corona-Krise wurden so insgesamt fünf Projekte umgesetzt. Darunter war ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr, die auch die Brandschutzerziehung gemacht hatte.

Ein geführter Rundgang durch den Tiergarten Worms folgte im Oktober. Das nächste Ziel war die Pfarrbücherei St. Michael. Bei den zwei Terminen im November und Dezember lernten die „Füchse“, welche Medien es gibt und wie die Ausleihe funktioniert. Im Januar stand ein Besuch bei der Patenzahnärztin an. Und im Februar waren die „Füchse“ wieder in Worms und besuchten den Floßhafen der Firma Rhenania. Nicht mehr stattfinden konnten ein Besuch der Verkehrspolizei, der Schillerschule zum Kennenlernen oder auch der Besuch im Waldschwimmbad und beim Eiscafé Kilian. „Seit Mitte Juni läuft das Projekt ‚Wald und Holz‘, für das sich die Kinder in einer eigenen Konferenz entschieden haben“, so die Kita-Leiterin. Schließlich bedankte sich Vater Thorsten Jeck bei den Erziehern mit einem Gedicht und überreichte ein von den Kindern gebasteltes Insektenhotel. Dieses soll im neuen Garten, der voraussichtlich im September fertig gesellt wird, seinen Platz finden.

Rückschritte durch Coronazeit

Für Anja Kuhn und ihre Kollegen ist es nicht einfach in den Corona-Zeiten. „Obwohl die Kinder ihr Essen bereits selbst nehmen konnten, müssen wir jetzt wieder das Essen austeilen. Nicht nur das, sondern in vielen Dingen haben wir mit den Kindern einen Rückschritt machen müssen, obwohl sie schon viel weiter gewesen wären“, bedauerte die Leiterin. Sie stehe jedoch im Austausch mit Bürgermeisterin Bärbel Schader. Seit dem 2. Juni läuft der „Zwergenwald“ wie alle Kitas in „eingeschränkten Regelbetrieb“. Nach den kommenden Ferien, in den nächsten drei Wochen, werde es voraussichtlich so weitergehen wie in den letzten Wochen. „Wir warten ab. Am 31. August läuft die bisherige Frist aus und wir sehen, welche neue Verordnungen kommen“, erklärt Anja Kuhn.

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