Bürstadt

Ortsbeirat Kreis und Architektin stellen erste Pläne zu Sanierung und Umbau des viel genutzten Gebäudes in Bobstadt vor

Schließt die Sporthalle ein ganzes Jahr?

Bobstadt.Die Sanierung der Sporthalle und ihres Foyers beschäftigt die Bobstädter schon lange. Aber müssen sie dafür ein Jahr lang darauf verzichten? Diese Nachricht von Eik Burger vom Eigenbetrieb Schulen und Gebäudewirtschaft des Kreises sorgte für Entsetzen im Ortsbeirat.

Einen ersten Entwurf stellte Arina Keysers von der Architektengruppe PASD den Ortsbeiräten vor. „Ziel ist es, Zahlen in den Haushalt für 2020 einstellen zu können. Auf jeden Fall bedeutet die Sanierung eine Aufwertung für Bobstadt“, betonte Bürgermeisterin Bärbel Schader.

Nur noch im Foyer eine Theke

Das Bauwerk stammt aus den 1970er Jahren, ist mit Betonelementen und einem durchlaufenden Fensterband gebaut. Nicht nur Duschen und Sanitäreinrichtungen sind veraltet, auch das Foyer ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Es soll so verändert werden, dass es weiterhin für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Der Plan sieht den Eingang an der St.-Josef-Straße und im rückwärtigen Bereich die Toiletten vor. Größere Umbauten sind in der Küche vorgesehen.

Für Unmut sorgte vor allem die Schließung der Theke in den Turnsaal hinein, die das Büro angedacht hat. Die neue Ausgabe soll lediglich zum Foyer hin sein, was Magistrat und TG-Vorsitzendem Werner Klag bemängelte. „Es gibt Gelegenheiten, bei denen die Theke von großem Vorteil ist. Bei Veranstaltungen wie Wettsingen von Chören ist sie natürlich geschlossen, aber für andere Festivitäten wird sie gerne genutzt.“

Auch Ralf Hergesell (SPD) kritisierte den Wegfall der Theke und wies wie Klag darauf hin, dass die Räume für die Unterbringung der Stühle und Bühnenelemente zu klein seien. Kritikpunkt war auch der fehlende Kühlraum auf dem neuen Plan. „Es gibt viele Vorschriften, die wir zu beachten haben, gerade bei der Küche, die ja keine Gewerbeküche sein soll“, erklärte Arina Keysers. Statt des Kühlraums sollten Kühlschränke aufgestellt werden. Denn diese könnten bei Nichtnutzung abgeschaltet werden.

Kritik hagelte es vor allem für die Ankündigung von Eik Burger vom Kreis, dass die Halle ein Jahr lang nicht genutzt werden könne. „Der Turnbetrieb kann so nicht aufrechterhalten werden. Wenn unsere Mitglieder ein Jahr lang keinen Sport treiben können, hab’ ich gleich jede Menge Austrittserklärungen vorliegen“, befürchtete Klag von der TG. Auch für den Schulsport sei dies fast unmöglich. Eine Sanierung in Etappen wäre laut Burger zwar möglich, würde aber mehr Geld verschlingen. Denn für Toiletten und Duschen müssten Container aufgestellt werden.

„Wir suchen nach Lösungen, welche Möglichkeiten es gibt, damit der Sportbetrieb weiterlaufen kann“, versprach Bärbel Schader. Die Rückmeldungen fließen laut Arina Keysers in den weiteren Plan ein. Dieser soll noch einmal im Ortsbeirat vorgestellt werden. cid

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