Bürstadt

Verstorben Günter Schwering, Jürgen Knödler, Edgar Gräf

Schwere Abschiede in Bürstadt

Archivartikel

Bürstadt.Abschied nehmen mussten die Bürstädter in diesem Jahr von vielen Bürgern. Unter den Verstorbenen war mit Edgar Gräf ein Bürstädter Urgestein. Günter Schwering und Jürgen Knödler kamen zwar nicht aus Bürstadt, waren aber durch ihr großes Engagement und Wirken fest mit der Stadt verbunden.

Altenheim verliert Leiter

Anfang des Jahres fehlte der Leiter im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth plötzlich krankheitsbedingt. Bereits mit der Eröffnung des Alten- und Pflegeheims im Jahr 1988 hatte Schwering die Führung übernommen und das Haus entscheidend geprägt: Als Einrichtung, die zentral im Briebelpark angesiedelt ist, bleibt das Heim immer in der Mitte der Stadt. Viele Veranstaltungen fanden dort statt, Schüler und Kitakinder gingen dort neben Angehörigen ein und aus. Erst die Pandemie sorgte dafür, dass sich die Türen schließen mussten – zum Schutz der Bewohner. Das bereitete auch Schwering während seiner Krankheit große Sorgen. Er hätte den Senioren und seinen Mitarbeitern in dieser schweren Zeit sehr gerne beigestanden. Doch im August verstarb der Bensheimer im Alter von 62 Jahren. Die Einweihung des neuen Anbaus durch Bischof Peter Kohlgraf nur wenige Tage später konnte Schwering nicht mehr erleben, obwohl er den An- und Umbau der 32 Jahre alten Einrichtung maßgeblich vorangetrieben hat.

Um Integration verdient gemacht

Noch sehr viel vor hatte auch Jürgen Knödler, der Ende Oktober nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Der 56-Jährige hatte sich vor vier Jahren zunächst als Integrationsmanager von Bürstadt einen Namen gemacht, indem er die Hilfen für die auch in Bürstadt zahlreich eingetroffenen Flüchtlinge koordinierte und Sprechstunden einrichtete. Anfang 2020 wurde er dann zusätzlich zum Quartiermanager berufen. Diese Position schreibt das Förderprogramm Soziale Stadt vor, weil die Bevölkerung im Quartier beteiligt werden soll. Knödler hat das Konzept dafür mitgeschrieben und wollte möglichst viele Menschen erreichen. Doch die feierliche Eröffnung des Quartierbüros am Beethovenplatz musste coronabedingt ausfallen. So kümmerte er sich um Unterstützung für Risikopatienten beim Einkaufen und die Wiedereröffnung der Tafel. Die Lücke, die er hinterlasse, sei sehr groß, betonten Pfarrer Peter Kern und Bürgermeisterin Bärbel Schader später – und dachten dabei auch an den schmerzhaften Verlust von Günter Schwering.

Mäzen mit Sinn für Geschichte

Schon einige Jahre krank, aber dennoch aktiv und engagiert war Edgar Gräf bis kurz vor seinem Tod im November mit 81 Jahren. Der bekannte Unternehmer war in etlichen Vereinen aktiv und stand als leidenschaftlicher Musiker auf vielen Bühnen in der ganzen Umgebung. Mit viel persönlichem Einsatz hat er auch das Heimatmuseum im eigenen Garten in der Peterstraße mitgestaltet. Von Ruhestand wollte er nichts wissen, und so unterstützte er seinen Sohn Uwe, der das Geschäft Gardinen Gräf übernommen hat, weiter mit Rat und Tat. cos

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