Bürstadt

Bürstadt im Advent Tobias und Christian Rohatsch gestalten traditionell den Auftakt in der Schubertstraße

„Solche Kunst ist ein Lichtschein in unseren Herzen“

Bürstadt.Wenn Bürgermeisterin Bärbel Schader in der Schubertstraße zum traditionellen Auftakt von „Bürstadt im Advent“ sagt, es laufe „alles wie gehabt“, ist das nicht weniger als eine Ankündigung mit Signalwirkung. Denn seit es die Veranstaltungsreihe gibt, startet sie vor dem Haus der Familie Rohatsch – und wie sie das tut.

Denn die Profis für Veranstaltungstechnik lassen ihr Handwerk an diesem ersten gemeinsamen Abend im wahrsten Sinne des Wortes zu Hause und bringen damit die Seelen Dutzender Gäste festlich zum Strahlen. Und das bei bestem Dezember-Wetter.

Ohne Regen, dafür bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes begrüßt Bärbel Schader die Besucher, um jene „Ursehnsucht“ zu beschwören, „die uns alle Jahre wieder heimsucht, um zu den Menschen zu finden, die mit uns zusammen den Weg zum großen Fest beschreiten“. Dass diese Wärme als „permanenter Prozess in uns“ wohnt, wünscht sich Schader in ihrem kurzen Grußwort dabei ebenso sehr, wie sie den Rohtaschs für ihr Engagement in Bürstadt dankt.

Worte, mit denen Christian Rohatsch viel anfangen kann – und diese selbst poetisch fortsetzt. Denn in „Zeiten der Dunkelheit“ wollte er, gemeinsam mit seinem Bruder Tobias, für die Menschen nicht nur „ein Licht anzünden“, sondern damit auch eine Richtung vorausweisen, „damit wir den Weg zueinanderfinden“, wo immer wir nacheinander suchen mögen.

Und dann beginnt die phänomenale audiovisuelle Show, mit der die Rohatsch-Brüder erneut zu imponieren verstehen. Zum Klassiker „What A Wonderful World“ hüllen die beiden mit einem Beamer sowie zahllosen LED-Strahlern die komplette Hausfassade in ein gleißendes Meer aus Farbstreifen und Weihnachts-Motiven – von der Christbaumkugel bis zum Pfefferkuchenmännchen, von der vorweihnachtlichen Schlittenfahrt bis zur Zuckerstange. Dass die flirrenden Lichtpunkte zwischen Disco-Kugel und Beamerschein bei den versammelten Bürgern immer wieder für Erstaunen sorgen, gehört da fast schon zum Programm. Schader bringt es auf den Punkt: „Solche Kunst ist ein Lichtschein in unseren Herzen, von dem man nie genug bekommen kann.“

Bei wärmendem Glühwein und geschmackvollem Gebäck versammeln sich die Besucher rund um das angezündete Feuer, plauschen, lachen und haben die Kälte der herannahenden Nacht binnen Minuten längst vergessen. So schön kann ein Anfang sein, wenn ihm ein solch ästhetischer Zauber wie hier innewohnen darf.

„Kirche im Licht“ am Mittwoch

Wobei der jährliche Auftakt, den Tobias Rohatsch im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“ bescheiden als „kleine Spielerei“ bezeichnet, nur als Vorspiel von größeren Taten zu verstehen ist, die zeitnah ins Haus stehen. Und so freut sich Bürgermeisterin Schader – gemeinsam mit wohl zahlreichen anderen Besuchern – auf die Veranstaltung „Kirche im Licht“, die bereits am Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr in St. Michael abermals für leuchtende Glanzpunkte sorgen wird.

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