Bürstadt

Tradition Hitze hält Besucher der Bürstädter Geflügel- und Farbentaubenzüchter nicht ab

Sommerwetter beschert Hassellachfest viele Gäste

Bürstadt.Es sind lieb gewordene Traditionen, an denen Bürstädter und Stammgäste aus der Region nur zu gerne festhalten. Dazu gehört auch das Hassellachfest bei den Geflügel- und Farbtaubenzüchtern.

Schon früh am Morgen pilgerten die ersten Besucher hinaus in die Natur. Unter alten Birken sitzend ließen sich die Frühaufsteher mit Rühreiern verwöhnen. Während das Küchenteam langsam in Fahrt kam und die etwa 50 Helfer um Jürgen Hartmann auch im Getränkewagen immer emsiger den Wünschen der Gäste nachkamen, herrschte auch an der Tombola reges Treiben. Wem das Glück hold war, konnte Blumen gewinnen oder einen WM-Fußball mit nach Hause nehmen. Aber auch Bodylotion, Kerzen und Porzellan standen auf einem langen Tisch.

Große Auswahl

Gut organisiert verlief die Essenausgabe reibungslos. Denn die Züchter hatten für die begehrten Hähnchen Ausgabezeiten festgelegt. Je nach Bonnummer konnten sich die Gäste ihre Essenszeit selbst auswählen. Mit diesem Organisationstrick verschafften sie dem Küchenteam Atempausen und Zeit, um auch die Wünsche nach Hackbraten, Würsten und belegten Brötchen zu erfüllen. Erstmals hatte der Verein eine Pilzpfanne im Angebot.

Fleißige Helfer hatten im Vorfeld des beliebten Festes, das zum 35. Mal und bei hochsommerlichen Temperaturen gefeiert wurde, schon kräftig in die Hände gespuckt und die Anlage fein herausgeputzt. Erstmals mussten sich die Gäste ihre Getränke selbst abholen.

Wie in vielen Vereinen fehlt auch bei den Geflügel- und Farbtaubenzüchtern der Nachwuchs. Zwar sind alle 19 Parzellen belegt und im Dezember soll erneut eine Lokalschau veranstaltet werden, aber für die Planer ist es im Vorfeld oft schwer, genügend Helfer zu organisieren. „Doch am Ende sind alle zum Schaffen wieder da“, freute sich Hildegard Morweiser die in der Cafeteria für den süßen Nachschub sorgte.

„Wir haben 27 selbst gebackene Kuchen und Torten“, sagte sie. Zu ihr stahlen sich nicht nur Bürgermeisterin Bärbel Schader, sondern auch viele Mitglieder befreundeter Vereine. Neben zahlreichen Sängern und Musikern waren besonders die Narren des Heimat- und Carnevalvereins mit einer großen Abordnung vor Ort. Mit einem gut gefüllten Sack verließ auch Jochen Ohl das Gelände. Die Oma hatte sich Hackbraten bestellt und wollte diesen zu Hause genießen. „Wir brauchen das Fest, um unsere Anlage in Schuss zu halten“, erklärte Hildegard Morweiser. Neben der Außenanlage wird kontinuierlich in das Vereinsheim investiert.

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