Bürstadt

Hauptversammlung Genossen ziehen Bilanz der Bürgermeisterwahl und wählen Teile des Vorstands / Generationenwechsel soll vorbereitet werden

SPD will mehr Wohnraum in Bürstadt

Bürstadt.Zur Jahreshauptversammlung hatte die Bürstädter SPD am Freitag ihre Mitglieder eingeladen. Auf der Agenda standen nicht nur die Rechenschaftsberichte. Auch Teile des Vorstands waren neu zu bestimmen.

Der Vorsitzende des Ortsvereins, Boris Wenz, zog Bilanz für das vergangene Jahr. Über 82 Mitglieder verfügt die SPD in Bürstadt aktuell, wobei die Anzahl der Genossen in etwa konstant geblieben ist. Immerhin konnte er zwei Neumitglieder begrüßen. Wenz wünscht sich einen höheren Frauenanteil. Dieser liegt aktuell bei 22 Prozent. Kurz erwähnte Wenz die geselligen Veranstaltungen wie Skatturnier, Neujahrsempfang, Frauenfrühstück und Heringsessen, ehe er auf die zurückliegende vergangene Bürgermeisterwahl einging. Den Genossen bescheinigte er dabei großes Engagement für den Kandidaten Steffen Lüderwald, das aber trotz eines aus seiner Sicht her- vorragenden Ergebnisses nicht zum gewünschten Wahlerfolg geführt habe. „Wir werden uns weitere sechs Jahre mit der Amtsinhaberin arrangieren müssen“, so Wenz.

Abschließend richtete er den Blick in die Zukunft. Zunächst stünden die Europawahlen am 26. Mai im Fokus, aber auch die Kommunalwahlen 2021 müssen rechtzeitig vorbereitet werden. Einige Genossen würden aus Altersgründen nicht mehr kandidieren, da müssten rechtzeitig die personellen Weichen gestellt werden. Der neu zu wählende Vorstand solle auf Ideensuche gehen. „Denn immer das Gleiche tun, ist auch nicht richtig“, meinte Wenz.

Probleme gemeinsam lösen

Aus der SPD-Fraktion im Bürstädter Stadtparlament berichtete der Fraktionsvorsitzende Franz Siegl. Momentan steht die Gestaltung der Nibelungenstraße im Fokus. Hier hat die SPD Änderungswünsche. Aber auch bei der Wohnraumverdichtung in der Innenstadt oder der Vergabe von Immobilien sieht Siegl Problemfelder, welche die Politik eigentlich nur gemeinsam lösen könne. Miteinander reden müsse man auch in Sachen Kläranlage, wo man mit Lampertheim Lösungen suchen sollte.

Kritisch sah Siegl insbesondere die Gewaltenteilung in der Stadt. Letztendlich entscheide nicht der Magistrat, was in Bürstadt passieren solle, sondern die Stadtverordnetenversammlung habe das letzte Wort. „Wir plädieren dafür, dass die Stadtverordneten ihre Aufgaben und Befugnisse voll erfüllen“, so Siegl. Insgesamt zog er eine positive Bilanz der Fraktionsarbeit. „Wir werden in der Bevölkerung zunehmend wahrgenommen“, so sein Fazit.

Die Kassiererin Stefanie Indefrey stellte in ihrem Bericht die finanzielle Lage der Ortsgruppe dar. Zwar habe der Wahlkampf einige Löcher in das Budget gerissen, aber insgesamt stehe die SPD in Bürstadt auf gesunden Füßen. Vor allen Dingen die hohe Spendenbereitschaft der Mandatsträger habe dazu beigetragen. Die Revisoren Werner Klag und Susanne Siegl-Sarica bescheinigten eine saubere Kassenführung. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.

Die nachfolgenden Wahlen verliefen ohne Probleme. Lothar Ohl wurde einstimmig zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Gleiches galt für Schriftführerin Saskia Wenz und Kassiererin Stefanie Indefrey und für die Beisitzer und Revisoren. Beisitzer sind Edith Appel-Thomas, Luciana Catalani-Wilhelm, Elisabeth Dornbusch, Ralf Hergesell, Manuela Windecker und Guiseppe Batticane. Revisoren sind Stephan Thomas und Philipp Ofenloch.

Letzter Punkt der Agenda war die Behandlung von Anträgen. Udo Bauer stellte unter dem Titel „Wohnungsinitiative“ einen Antrag an die Fraktion, das Problem der Wohnungsverknappung im Stadtparlament zu thematisieren. So könne die Wohnraumverdichtung in der Innenstadt ein Thema sein, aber auch die Erfahrungen in Lampertheim oder Viernheim mit dem Projekt „Vermiete doch an die Stadt“ müsse bewertet werden.

Ein weiterer Punkt war die Verkehrssituation auf der Siegfriedbrücke, welche für Fußgänger und Radfahrer inakzeptabel sei. Siegl versprach, dass die Fraktion entsprechende Anträge formuliere und unterstütze.

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