Bürstadt

Neujahrstreffen Nachbarn sammeln 600 Euro für einen guten Zweck / Glühwein und Bratwurst am Eck Nibelungen- und Peterstraße

Spendenkasse gut gefüllt

Archivartikel

Bürstadt.Der Wettergott meinte es an diesem ersten Abend des neuen Jahres nicht gut mit den versammelten Nachbarn an der Ecke Nibelungen- und Peterstraße. Erst nieselte es, und später ließ es Petrus richtig regnen. Doch das nasskalte Wetter hielt offenbar niemanden davon ab, den fleißigen Spendensammlern rund um Monika Roeland und Susanne Neff sowie die Familien Glanzner, Cornelius, Fuchs, Gebhardt, ihre Aufwartung zu machen. Zum Schluss kamen insgesamt mehr als 600 Euro zusammen.

Vielleicht lockte auch der heiße Glühwein, Kinderpunsch, Sekt und Apfelwein die vielen Besucher hinter dem heimischen Ofen hervor. Während der Duft von gegrillten Würstchen die Geschmacksnerven kitzelten, und Bäckermeister Siegfried Gebhardt frische Backwaren über die Straße schleppte, klapperte die bewährteste Sammlerin der Nachbarn, Karin Glanzner, mit ihrer Spendenbox. Seit 17 Jahren ist es bei der verschworenen Nachbarschaft gute Sitte, sich „einzubringen“. Mit den eingesammelten Spenden unterstützen sie gemeinnützige Organisationen, helfen Menschen in Not, stiften Beträge zur Anschaffung von Tischwäsche im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth, beteiligen sich an den Unterhaltskosten der Hospiz Initiative Ried oder sorgen dafür, dass die „Bürstädter Sterne“, die sich aus Menschen mit Behinderung zusammensetzen, einen unvergesslichen Ausflug machen können.

In diesem Jahr hatte sich der Nachbarschaftsrat für eine Spende zugunsten der Kinderkrippe Sonnenkäfer entschieden. Dort werden die ganz kleinen Jungen und Mädchen in drei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern unter der Woche von 7 bis 17 Uhr in der Alten Schillerschule betreut.

Sonnenkäfer freuen sich

Unter den zahlreichen Besuchern beim Nachbarschaftstreff befand sich auch Sonnenkäfer-Leiterin Yvonne Westphal. „Wir wünschen uns für unsere Kids eine Verkleidungskiste“, erzählte sie. Denn das Thema Rollenspiele steht ganz hoch oben im Kurs bei ihren Schützlingen. Aber auch ein Sandtisch für die Gruppenräume steht auf der Wunschliste. „Den kann man sogar mit Wasser füllen, dann können die Kinder richtig matschen“, erklärte die Leiterin. „Und die Jungs wollen immer Auto fahren.“ Deshalb wünscht sich das Betreuerteam ein Holzpult, das sich, vor einen Stuhl geschoben und mit Lenkrad und Pedalen versehen, bestens als „fahrbaren“ Untersatz eignet.

Vom Andrang „waren wir total überrascht“, gestand Siegfried Gebhardt. Denn gegen Ende war nicht nur der Glühwein restlos ausverkauft, auch der Kinderpunsch ging zur Neige. „Mehr als 600 Euro haben wir gesammelt“, freute sich Gebhardt. Er hofft, damit die Sonnenkäfer-Kinder glücklich zu machen.

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