Bürstadt

Initiative Ehepaar Wemlinger und Christian Frommert stiften drei Sitzbänke fürs Freibad

Spender wollen Bürstadt etwas zurückgeben

Bürstadt.„Sitzen, babbeln, chillen!“ Das sagen die Damen der Schwimmgymnastikgruppe gut gelaunt, wenn sie an die neuen Sitzbänke der Initiative „Eine Sitzbank von Bürgern für Bürger“ in Bürstadt denken. Im und am Freibad gibt’s gleich drei neue: „Unsere Bankspender sind Uschi und Edgar Wemlinger sowie Christian Frommert“, sagt Renate Gayer von der Initiative erfreut.

Uschi Wemlinger ist eine feste Größe im Turnverein und leitet – unter anderem – seit 20 Jahren die Wassergymnastik. „Ich dachte mir immer, ich würde gerne der Stadt und den Menschen noch mehr zurückgeben als nur das ehrenamtliche Engagement“, verrät Wemlinger. Als sie von der neuen Sitzbank-Initiative hörte, waren sie und ihr Mann sicher, dass dies das passende Geschenk ist für die Gemeinschaft. „Vor dem Schwimmbad standen immer nur zwei Felsen, auf denen Kinder und Erwachsene oft saßen. Warum also nicht genau hier eine Bank aufstellen, zum richtigen Sitzen, Warten, Erzählen oder Verweilen?“ Also setzte sich Wemlinger mit der Initiative in Kontakt. Und nun kann sie auf „ihrer“ Bank vor dem Eingang zum Schwimmbad Platz nehmen.

Wunsch vieler Mütter realisiert

Eine weitere Bank spendete Christian Frommert, der in Bürstadt aufgewachsen ist, und dessen Mutter hier lebt. Bekannt geworden ist Frommert, wie Frank Gumbel von der Sitzbank-Initiative erzählt, durch seine Tätigkeiten bei der „Frankfurter Rundschau“ und der Deutschen Telekom, wo er das Radsport-Engagement betreute. Er gab 2006 auch die Suspendierung von Jan Ulrich bekannt, der in einen Dopingskandal verstrickt war. „Christian Frommert wurde danach selbstständiger Kommunikationsberater“, berichtet Gumbel. Ebenso erzählt er davon, dass Frommert 2013 ein Buch über seine Magersucht geschrieben hat und im gleichen Jahr Kommunikations- und Mediendirektor bei der TSG 1899 Hoffenheim wurde.

„Auch mir war es wichtig, meiner Heimatstadt etwas zurückzugeben, mit der ich mich noch immer sehr eng verbunden fühle“, betont Frommert. Die Sitzbank sei für ihn ein schönes Geschenk an Bürstadt, denn er liebe praktikable Lösungen. „Seine“ Sitzbank, die nun neben der Wasserrutsche steht, erfüllt den Wunsch von vielen Müttern. „Wir stehen uns die Beine in den Bauch, wenn wir unsere Kinder beaufsichtigen“, hat sich Renate Gayer sagen lassen. Die neue Bank mache es nun viel bequemer.

Bürgermeisterin Bärbel Schader lobt das Engagement der Sitzbank-Gruppe für Bürstadt. Dies passe zu Bürstadt und dem Weg zur „Gesunden Stadt“, in dessen Landesprogramm die Stadt aufgenommen wurde. Schader: „Ein Drittklässler hat zum Thema ,Gesunde Stadt’ zu mir gesagt: Dazu gehört Bewegung, gesunde Ernährung, aber auch Plätze, um Freunde zu treffen und zusammenzukommen.“ Solche Plätze zum Ausruhen, Erzählen und Treffen böten die Sitzbänke der Initiative. Ein Dankeschön sagt die Gruppe noch Jürgen Rückert von der Stadtgärtnerei, der bei der Platzwahl und für die fachgerechte Verankerung der Bänke geholfen hat. str

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