Bürstadt

Geselligkeit Bürstädter HCV kürt neunten Meister im Asphaltstockschießen / BRSG verteidigt Titel

Sportliche Gäste genießen Weinfest

Archivartikel

Bürstadt.Wenn sich 80 bis 100 Helfer des Heimat- und Carnevalvereins (HCV) so richtig ins Zeug legen, dann geht es den Besuchern immer ein bisschen mehr als gut. Auch bei der zehnten Auflage des Weinfestes in den Lächnern konnte sich Vereinschef Frank Reichmann auf seine Mannschaft verlassen. Diese hatte nicht nur Zelte aufgestellt und liebevoll dekoriert, sondern auch eine an karibische Nächte erinnernde Cocktailbar und eine Wein-Laube organisiert.

Die Küchenmannschaft um Rainer Kohl stand bereit, das Männerballett machte sich als Meister des Zapfhahnes einen Namen. „Nicht vergessen unser eingespültes Team an der Geschirrmaschine“, erzählte Präsident Patrick Brenner lachend. Neben dem kulinarischen Verwöhnprogramm, das mit Winzersteaks, Kochkäs-Schnitzel, Hackbraten, Bratwurst, Flammkuchen und Brezeln mit Spundekäs aufwartete, stand erstmals auch Wildschwein-Bratwurst auf der Speisekarte.

Lauschiger Spätsommerabend

Die sommerlichen Temperaturen luden zum langen Draußensitzen geradezu ein. Immer gut aufgelegt und meist als Duo zwischen den Tischreihen unterwegs sorgten die Gardemädels für das Wohl der Gäste – und mit netter Freundlichkeit für gute Stimmung.

Kaum hatten sich die zahlreichen Helfer am Sonntagmorgen den Schlaf aus den Augenwinkeln geputzt, ging es schon weiter: Der HCV hatte zur neunten Bürstädter Meisterschaft im Asphaltstockschießen eingeladen. Gegen zehn Uhr morgens tummelten sich schon die Sportler auf der abgesperrten Straße. Während Frank Reichmann dem Ansturm der Meldungen gerecht werden wollte, sorgten Patrick Brenner und sein Vize Damiano Brucato mit flotten Sprüchen für so manchen Heiterkeitsausbruch. Viele Fastnachter und Mitglieder anderer Vereine machten mit, allerdings wurde die Behinderten- und Rehasportgemeinschaft (BRSG) schon im Vorfeld als Geheimfavorit gehandelt.

Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer entspann sich schon bald ein harter Wettkampf. Auch wenn so mancher Asphaltstock das Ziel nur kullernd oder gar nicht erreichte – für Gaudi war gesorgt. Es wurde gelästert, gejuchzt und gelacht, was das Zeug hielt. So mancher Spieler bekam dabei fast vor Lachen das Sportgerät nicht in den Griff und schon gar nicht in Richtung Ziel und den dort aufgestellten Strohballen.

Am Ende setzten sich die Favoriten durch. Den Wanderpokal durfte sich erneut die Behinderten- und Rehasportgemeinschaft mit nach Hause nehmen. Hart umkämpft war der zweite Platz. Erst nach einem spannenden Stechen durfte sich der HCV-Hofheim freuen, die Bürstädter Schützen hatten das Nachsehen. Aber wie das so bei Narren ist, wurde der CC Rot/Weiß Lampertheim auch für seinen elften Platz geehrt. Bester Teilnehmer war in diesem Jahr eine Frau. Apolonia Wallas wurde dafür entsprechend gefeiert.

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