Bürstadt

Stadtfest Viel Lob für das neue Konzept / Abrechnung im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt / Fast alle Gastronomen zufrieden

Stadt will ihren Zuschuss reduzieren

Archivartikel

Bürstadt.Mit rund 19 000 Euro hat die Stadt in diesem Jahr das Bürstädter Stadtfest unterstützt. Ursprünglich standen im Budget 25 000 Euro bereit, das musste aber nicht voll ausgeschöpft werden, wie Tim Lux, im Rathaus zuständig für Stadtmarketing, im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend erklärte. „Der Zuschuss soll kontinuierlich reduziert werden“, kündigte Lux an. Er ist bei der Organisation städtischer Veranstaltungen mit im Boot.

„So ein Stadtfest wie dieses Jahr hatten wir noch nie – wir wollten am Stadtjubiläum andocken, das ist auch gelungen“, sagte Lux zufrieden. Auch die Kommunalpolitiker bewerteten das Fest positiv. Wobei Franz Siegl (SPD) es kritisch findet, dass die Stadt nun die Verantwortung trägt – und nicht mehr wie früher die Gastronomen. Diese hatten sich selbst um die Bands bemüht – was die Stadt nun übernommen hat.

„Das Stadtfest hat sich verändert, weil sich unsere Stadt verändert hat“, meinte Alexander Bauer (CDU). Die Bürger hätten höhere Ansprüche – auch weil in der Umgebung eine Menge angeboten werde. Bauer ist der Ansicht, dass die Stadt von einem solchen Fest profitiere. Für ihn ist es daher nur konsequent, dass sie sich auch einbringt. „Und es war ein Riesenerfolg und proppenvoll. Wir hatten gutes Wetter und das richtige Angebot“, sagte Bauer. Zudem habe sich gezeigt, dass sich der Marktplatz wunderbar eigne für solche Veranstaltungen.

Das sieht Claudia Limburg vom Café Flair mit Bedauern: „Früher hatten wir bei uns am Historischen Rathaus das Hauptgeschäft, das hat sich durch den Marktplatz verlagert. Andererseits ist es für das Publikum schön, dass es zwei Anlaufstellen gibt.“ Ob sie auch 2019 wieder dabei ist? „Ja natürlich“, antwortet sie sofort. Trotzdem denkt sie gerne an alte Zeiten zurück: „Ich lege Wert auf gute Bands und habe dafür auch gerne Geld in die Hand genommen.“ Inzwischen zahlt sie wie alle Wirte eine Standgebühr. „Auch um Strom, Wasser und Toilettenwagen muss ich mich nicht mehr kümmern.“ Sie habe weniger zu organisieren, profitiere allerdings auch bei weitem nicht mehr so davon wie früher.

Volker Berg ist mit seinem Team von project 4 ebenfalls weiterhin mit dabei. „Das ist dieses Jahr super gelaufen“, lobt er. „Die Qualität der Bands war klasse und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung auch.“ Berg ist froh, das Risiko nicht mehr tragen zu müssen. „Früher waren wir sechs oder sieben Gastronomen, da war es auf mehr Schultern verteilt – jetzt sind wir nur noch zu dritt mit Claudia Limburg und Carsten Block.“ Block vom Ratskeller findet, dass das Stadtfest nun ein „viel kompakteres Bild abgibt“ als die Jahre davor. Er ist sehr dankbar für das Engagement von Seiten der Stadt.

Termine stehen bereits fest

Die Idee, das Stadtfest mit dem Frühjahrsmarkt zusammenzulegen, hat Tim Lux verworfen. Es war auf Ablehnung gestoßen. „Das geht gar nicht“, meint Claudia Limburg. Und Carsten Block sagt: „Ich als Gastronom habe auch viel mehr von zwei Festen.“ Zudem sei der Frühling eine gute Möglichkeit für die Autohäuser, ihre neuen Modelle zu präsentieren.

Die Termine für beide Feste sind bereits klar: Der Frühjahrsmarkt findet am Wochenende vor Ostern, 13. und 14. April, statt. Das Stadtfest steht von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, an, direkt nach dem Feiertag von Christi Himmelfahrt. „Am Vatertag gibt es kein Programm“, sagt Lux. Den Vereinen soll nichts weggenommen werden. Er sucht derzeit Gespräche mit Gastronomen sowie Beteiligten und arbeitet bereits an der Planung – auch für den Marketing-Verein, der in Zukunft die Organisation übernehmen soll.

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