Bürstadt

Städtebau Marco Wanderwitz aus dem Berliner Innenministerium drei Stunden in Bürstadt / Lob für Rathauschefin

Strammes Programm für den Staatssekretär

Bürstadt.„Dem sächsischen Landtagswahlkampf zu entfliehen“, das scheint Marco Wanderwitz zu erleichtern. „Manche Debatte wird in meinem Wahlkreis mit mehr Schaum vorm Mund geführt als hier“, meint der Staatssekretär aus dem Innenministerium von Horst Seehofer beim Besuch in Bürstadt. Drei Stunden lang ist der 43-Jährige aus Chemnitz da, um die – bereits vollendete oder noch geplante – Stadtentwicklung anzuschauen.

Der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Michael Meister (CDU) hat die Einladung auf Bitten von Bürgermeisterin Bärbel Schader eingefädelt. Sie will ihrem einflussreichen Gast zeigen, was mit der Million geschieht, mit der sein Ministerium den Sport- und Bildungscampus fördert. Zudem hofft Schader auf weitere Zuschüsse für die anstehenden Projekte in der Stadt.

Ein straffes Programm hat Schader für ihren Besucher geschnürt: Nach dem Gespräch auf der alla-hopp!-Anlage geht es im Rathaus um die Vision als soziale und gesunde Stadt. Danach folgt eine Rundfahrt, vorbei am Marktplatz und Bahnhof zum Jugendhaus und neuen Campus. Viel Lob gibt’s schon vorab im öffentlichen Teil. „Sie haben einen Ansatzpunkt gefunden, der einmalig ist“, meint Wanderwitz. So viel Dynamik wie bei Bärbel Schader erlebe er selten: „Nicht von jeder Stadt mit 17 000 Einwohnern kommen so viele Impulse wie von Ihnen.“

Viel ist von einer Modellkommune die Rede, und Wanderwitz betont, dass er Bürstadt durchaus als solche sehe. Auch Meister lobt Bürstadt als „Vorzeigestadt“. Dass Schader vernetzt ist, erlebt der Staatssekretär hautnah: Der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU) ist als Kontakt nach Wiesbaden ebenso dabei wie Gesundheitsdezernentin Diana Stolz (CDU) vom Kreis, die dem Ärztemangel begegnen will. Zudem spricht Jürgen Knödler über seine Arbeit als Flüchtlingskoordinator und neuerdings Quartiermanager sowie Jürgen Schmitt von NH-ProjektStadt über die Soziale Stadt.

Am Ende nimmt der Staatssekretär Grüße mit, denn es gibt sogar einen gemeinsamen Bekannten: Bürgermeister Peter Dresler aus der Partnerstadt Glauchau. „Im Kreistag sitzen wir nebeneinander“, erzählt Wanderwitz. Neue Ideen für Fördertöpfe, die Bürstadt anzapfen könnte, hat er übrigens auch.

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