Bürstadt

Feuerwehr Riedrode Claus Ofenloch gibt Vereinsvorsitz ab und erhält Ehrenteller der Stadt / Jörg Bechtolt zum stellvertretenden Wehrführer gewählt

Sven und Sascha Brutscher an der Spitze

Riedrode.Kameradschaft und gegenseitige Unterstützung wird bei der Feuerwehr Riedrode groß geschrieben, es geht fast zu wie in einer Großfamilie. So ist es nicht verwunderlich, dass nach den Neuwahlen nun zwei Brüder die Fäden in den Händen halten: Sascha Brutscher bleibt Wehrführer, sein Bruder Sven Brutscher wurde Vereinsvorsitzender und damit Nachfolger von Claus Ofenloch. Jörg Bechtold wurde zum stellvertretenden Wehrführer gewählt.

Neu im Vereinsvorstand sind außerdem die Beisitzer Stephan Thomas und Andreas Gussmann sowie Pressewartin Sandra Gerhard. Als Beisitzer im Feuerwehrausschuss fungieren Maximilian Molitor, Andreas Gussmann und Markus Gerhard.

Drei junge Nachwuchskräfte, Michèle Gerhard, China Ohl und Jonas Bechtold, wechseln von der Jugendfeuerwehr als Feuerwehranwärter in die aktive Abteilung. Mit Stolz nahmen sie ihre neuen Einsatzhelme entgegen. Björn Walter wurde zum Feuerwehrmann befördert und Martin Eberlein für seinen 25-jährigen aktiven Dienst geehrt. Seit dem Jahr 2000 gehört er der Einsatzleitung an. Die Ehrung führte Kreisbrandinspektor a.D. Wolfgang Müller durch, der viele lobende Worte für die Riedroder Wehr parat hatte.

„Kein Mann der großen Worte“

Auch Claus Ofenloch (kleines Bild) hörte viel Lob. Der scheidende Vereinsvorsitzende und ehemalige Wehrführer steht seit 45 Jahren im Dienste der Feuerwehr und ist seit 27 Jahren für die Riedroder Wehr im Einsatz, wo er Entscheidendes geleistet hat. Sascha Brutscher hatte selbst als Jugendlicher unter der Leitung von Ofenloch die Begeisterung für die Freiwillige Feuerwehr entdeckt. In seiner Laudatio nannte er die wichtigsten Errungenschaften, die Ofenloch für die Riedroder Wehr erzielte. So wurden im Jahr 1992 erstmals Frauen in die aktive Feuerwehr aufgenommen und ein Jahr später die Jugendfeuerwehr gegründet.

Auch für die Anschaffung diverser Feuerwehrfahrzeuge habe Ofenloch die Verantwortung getragen und sich für alle Belange der Riedroder Feuerwehrfamilie weit über die Grenzen der Stadt eingesetzt. „Kein Mann der großen Worte und langen Sätze, aber ein Mann der Taten und ein Fels in der Brandung“, resümierte Bürgermeisterin Bärbel Schader und überreichte Ofenloch als Dank und Anerkennung den Ehrenteller der Stadt Bürstadt.

Dass die Freiwillige Feuerwehr wirklich jeden Mann und jede Frau dringend gebrauchen kann, wurde anhand der Einsätze im vergangenen Jahr deutlich. Insgesamt rückte die Feuerwehr Riedrode 64-mal aus, fast dreimal so viel, wie im Jahr zuvor. 28 Einsätze standen in Verbindung mit Wetterkapriolen. Bei 15 Einsätzen hatten Brandmeldeanlagen einen Alarm ausgelöst. Damit kamen rund 400 Stunden im Einsatz zusammen, mit den Übung- und Ausbildungseinheiten sowie weiteren Veranstaltungen und Aktivitäten kamen weitere 2000 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit dazu. 54 Aktive mit einem Durchschnittsalter von rund 34 Jahren setzten sich für die Riedroder Feuerwehr ein.

Auch die Jugendfeuerwehr, zehn Jungen und sechs Mädchen, hat viel geleistet: 49 Stunden fielen auf die feuerwehrtechnische Ausbildung an, weitere 39 Stunden für andere Aktivitäten plus 138 Stunden für Zeltlager und Ausflüge. Die Kinderfeuerwehr besteht aus elf „Firekids“, die sich alle zwei Wochen treffen und spielerisch und mit kindgerechtem Spaßfaktor viel über Feuerwehr und Brandschutz lernen.

Eine Satzungsänderung stand noch auf der Tagesordnung – aus formellen Gründen, damit die Gemeinnützigkeit des Vereins erhalten bleibt. Damit ist festgehalten, dass bei einer Auflösung das Vermögen an die der Stadt fällt und für wohltätige und soziale Zwecke verwendet werden muss.

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