Bürstadt

Feierstunde Angebot in Bürstadt besteht seit zehn Jahren / 14 Aktive der ersten Stunde erhalten Silbernes Kronenkreuz

Tafel spendet weit mehr als Lebensmittel

Archivartikel

Bürstadt.Sie schenken Zeit und Arbeitskraft, zeigen Mitgefühl, Wertschätzung und Respekt. Die 62 ehrenamtlich Tätigen der Tafel Bürstadt spenden ihren Kunden auch manch aufmunterndes Wort und erfüllen das vielgepriesene solidarische Miteinander voller Empathie mit Leben.

Mit einem Fest-Gottesdienst in der Kirche St. Michael und einem anschließenden Empfang im Bürgerhaus wurde das zehnjährige Bestehen der Tafel Bürstadt gefeiert. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen 14 Helferinnen und Helfer der ersten Stunde. Zu ihnen gehören Rita Bauer, Alice Elsinger, Jürgen Geschwind, Christa Geschwind, Maria Glaser, Klarissa Humm, Christa Ille, Monika Janson, Bärbel Kilian, Gerda Maier, Josefine Schader, Erna Schöcker, Dagmar Simon und Werner Straus.

Sie wurden von Irene Finger, Leiterin des Diakonischen Werk Bergstraße, mit dem Silbernen Kronenkreuz ausgezeichnet. Neben dem katholischen Dekan und Hausherren Peter Kern betonten auch die evangelischen Pfarrer Karl Heinz Geil und Rainer Heymach die Bedeutung der Tafel. Sie mildere Notsituationen und ermögliche durch praktische Hilfeleistungen Teilnahme am sozialen Leben. Unisono bedauerten die Redner, dass sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter öffne und viele Kinder davon betroffen seien.

Beim Empfang im Bürgerhaus lobte Irene Finger Tafel-Schirmherrin Bärbel Schader für ihr nicht nachlassendes Engagement und bedankte sich beim Kreisbeigeordneten Karsten Krug, den sie durch seine Freiwilligenarbeit in allen Bergsträßer Tafeln als „Tafelspezialisten und Insider“ bezeichnete. „Es ist ein schöner Tag“, bekannte Bärbel Schader. Geprägt von Dankbarkeit erinnerte sie aber auch daran, dass die Tafel Bürstadt 2014 „am seidenen Faden“ hing. Auch damals hatten die Ehrenamtlichen sich für ein Weitermachen starkgemacht und dies mit Herzblut umgesetzt. Ganz im Geiste des Tages nannte sie die Feierlichkeiten auch „Erntedank“ für die Ehrenamtlichen.

Dem schloss sich Kreisbeigeordneter Karsten Krug an. Er beklagte jedoch auch, dass Einrichtungen wie die Tafeln überhaupt notwendig seien – und dies „auch in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland“. Die Tafel Bürstadt versorgt 134 Bedarfsgemeinschaften mit 366 Personen. Darunter sind 213 Erwachsene und 153 Kinder, davon 41 Flüchtlingskinder.

Für Krug sind die Tafeln nicht nur Lebensmittelausgabe für Bedürftige, sondern auch Orte der Hoffnung. Koordinatorin Ute Weber-Schäfer bedankte sich für den „stimmungsvollen Gottesdienst“ und die Unterstützung von unterschiedlichsten Seiten. „Die Tafel ist ein großes Gemeinschaftswerk“, machte sie deutlich. Zur Finanzierung dieses Gemeinschaftswerkes übergab Pfarrer Peter Kern einen Spendenscheck über 3000 Euro.

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