Bürstadt

Judo Nachwuchssportler haben Spaß bei zweiter Corona-Cup-Challenge des 1. Judo-Clubs Bürstadt

Trainieren auf Distanz

Archivartikel

Bürstadt.Damit der Judo-Nachwuchs auch während des zweiten Lockdowns fit bleibt, hat sich Trainerin Nadine Müller vom 1. Judo-Club Bürstadt mit der zweiten Corona-Cup-Challenge wieder etwas Besonderes mit Spaßfaktor überlegt. Bei diesem zweiten Wettbewerb wurden die Kinder und Jugendlichen in drei Altersgruppen, U11, U13 und U15, eingeteilt und mussten verschiedene Aufgaben aus den Bereichen Koordination, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Kraft absolvieren. Die Aufgaben wurden per Video-Chat und E-Mail nach Hause übermittelt. Auch Kinder aus den befreundeten Vereinen JC Überwald und der TG Rimbach nahmen teil.

Bestandteil des sportlichen Wettkampfs waren sechs Kategorien auf Distanz. Verschiedene Griffübungen mit einer Judojacke bildeten die erste Kategorie. Die Trainerin gab fünf Übungen vor, aus denen sich die Kinder drei zum Nachmachen aussuchen durften. Die Altersgruppe U11 musste die jeweilige Übung 30 Sekunden, die Altersgruppe U13 bereits 45 Sekunden und die Altersruppe der bis 15-Jährigen sogar 60 Sekunden durchhalten. Dabei wurde meist durch kleine aber anstrengende Bewegungen aus dem Handgelenk beziehungsweise Unterarm der Judoanzug am Revers gegriffen und auf verschiedene Arten geknetet. In der zweiten Kategorie ging es um die Themen Stabilität, Geschicklichkeit und Konzentrationsfähigkeit. Hier standen elf Aufgaben zur Auswahl, von denen sechs bearbeitet werden sollten. Eine davon war, sich in der Liegestützposition auf einer Hand mit der freien Hand den Judogürtel richtig anzulegen und festzuknoten. Dabei entstanden auch sehr lustige Momente.

Beweglichkeit gefragt

Die dritte Kategorie deckte das Thema Beweglichkeit mit den Übungen Rumpfbeuge und Spagat ab. Am Ende des Corona-Cups wurde dann der Abstand der Handflächen beziehungsweise der Abstand des Gesäßes zum Boden gemessen und bewertet. Bei den allgemeinen Fitnessübungen der vierten Kategorie mussten sich die Nachwuchsjudoka zwei Übungen aus drei Fitnessvideos aussuchen und sie eine bestimmte Zeit lang durchhalten. Eine der Übungen nannte sich Frog Jump (Froschsprung). Hier mussten die Kids aus der Liegestützposition mit den Füßen zu den Händen springen, ohne dass dabei die Hände den Kontakt zum Boden verlieren durften.

In der fünften Kategorie waren sieben Übungen im Bereich Kraft und Kraftausdauer, die bestimmte Wiederholungszahlen von den jungen Sportlern forderten. In der U11 waren dies fünf Wiederholungen, in der U13 acht und in der U15 zehn Wiederholungen. Rückwärtsrolle in Kombination mit dem Strecksprung war eine dieser sieben anstrengenden Übungen.

Die sechste Kategorie war nochmal sehr judospezifisch. Die Kinder konnten hier aus drei Tandokurenshu-Übungen (Judo ohne Partner) wählen, zum Beispiel den Ansatz einer bestimmten Fußtechnik (Ko-Uchi-Gari) zur Vorbereitung eines Schulterwurfes (Seoi-Nage). Eine weitere Möglichkeit war, sich einen Knoten in seinen ausgezogenen Judogürtel zu machen und diesen freischwingend für Fußfegertechniken (De-Ashi-Barai) zu nutzen. Hierzu war vor allem ein gutes Timing und ein fester Stand von Nutzen.

Die Kinder hatten zwei Wochen lang Zeit zum Auswählen, Üben und Absolvieren der Aufgaben und mussten am Ende dieser Zeit alle Videos an ihre Trainerin Nadine Müller schicken. Die schwierige Aufgabe der Trainerin bestand dann darin, die zum Teil auch sehr lustigen Videos zu sichten und entsprechend dem jeweiligen Alter und Schwierigkeitsgrad fair zu bewerten. Insgesamt mussten 17 Übungen von jedem Athleten eingesendet werden.

Die Pokale gewannen nach sehr knappem Entscheid Katharina Keltjens auf Platz eins, Mika Bischoff auf Platz zwei, und punktgleich auf Platz drei landeten Fabian Mlakar vom befreundeten JC Überwald und Florian Ruckteschler. Das Wichtigste aber war, dass alle Kinder sowie ihre Trainerin ihren Spaß hatten und die Fitness nicht zu kurz dabei kam. red

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