Bürstadt

Ferienspiele II Bürstädter Kinder beim Pfeil- und Bogenclub

Training im Schnelldurchlauf

Bürstadt.Schnuppern im wahrsten Sinne des Wortes: Die Bürstädter Ferienspielkinder durchlaufen in Kurzform ein normales Training, wie es jede Woche beim Pfeil- und Bogen Club für Kinder und Jugendliche angeboten wird. „Zuerst wird aufgewärmt. Sämtliche Gelenke und Muskeln müssen geschmeidig gemacht werden, bevor es ans Schießen geht“, berichtet Vorsitzender Steffen Brinkmann.

Es sind rund 20 Kinder gekommen. Von Vereinsseite gibt es 15 Helfer. „Das ist fast eine Eins-zu-Eins-Betreuung“, scherzt Brinkmann. Er ist froh über die vielen freiwilligen Helfer, besonders in Zeiten, in denen andere Vereine über mangelnde Unterstützung klagen. Es ist ein gut eingespieltes Team, bei dem jeder Handgriff sitzt und alle wissen, was zu tun ist.

Während beim Jugendtraining eine halbe Stunde Gymnastik zum Aufwärmen von Jugendleiter Alexander Brinkmann, Sohn des Vorsitzenden, gemacht wird, ist es bei den Ferienspielen mit einigen Übungen wie Arm- oder Kopfkreisen getan.

Es werden drei Gruppen gebildet, die drei Stationen durchlaufen. Die erste ist die sportliche Station. Hier bekommen die Kinder die verschiedenen Bögen erklärt und erhalten Tipps, wie man richtig steht, den Bogen korrekt spannt und dabei das Ziel nicht aus den Augen verliert.

Die beiden anderen Stationen sind für den Spaß gedacht. Bei der einen können Pfeile, die alle mit Gummi-Pfropfen anstatt mit Pfeilspitzen versehen sind, auf am Boden liegende Zielscheiben geschossen werden. Bei Manuela Schweigkoffer an der dritten Station wird zuerst der Armschutz angelegt. Er kommt an den „Bogenarm“ und schützt die Muskeln und Sehnen vor einer falschen Bewegung des Bogens. Dann kommt noch ein Schutz über den Mittelfinger, damit sich niemand an der Sehne des Bogens verletzen kann.

So ausgestattet geht es ans Zielen auf Wasserflaschen, die aufgereiht auf einer Bank platziert waren. Einer der jungen Schützen trifft beim zweiten Versuch gleich mehrfach. Manuela Schweigkoffer spricht von einem Naturtalent, allerdings ist der Junge schon in verschiedenen Sportvereinen aktiv.

Zur Stärkung gibt es noch Butterbrezeln. „Heutzutage muss man auf so viele Allergien bei den Kindern Rücksicht nehmen, da wird es schwierig, was Einfaches zu finden“, so Brinkmann.

Normalerweise wird beim Training auch die Ausdauer trainiert. Dazu laufen die Schützen in den nahe liegenden Wald, um zu joggen. „Drei- bis viermal in der Woche sollte man zum Training kommen, wenn man mit dem Bogen Erfolg haben will“, betont der Vorsitzende.

Am Schluss der Veranstaltung zeigen die Schützen ihr Können und das, was mit dem Bogen alles möglich ist. Alle Kinder bekommen Informationen zum Verein und zu den Trainingszeiten draufstanden. „Das eine oder andere Kind ist schon mal dabei geblieben und hat einige Jahre unseren Sport ausgeübt“, bestätigte Brinkmann. cid

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