Bürstadt

Bulldogclub Auf dem Boxheimerhof drängen sich die Besucher / Fest zum 20-jährigen Vereinsbestehen

Traktoren ziehen Blicke auf sich

Bürstadt.Ein kunterbuntes Bild bot sich den Besuchern des Schlepperfestes auf dem Boxheimerhof. Zu seinem 20-jährigen Bestehen hatte der Bulldog- und Landmaschinenclub nicht nur Oldtimer-Traktoren eingeladen. Auch Landmaschinen, alte Mopeds und sogar ein Wehrmachtskrat mit Beiwagen glänzten in der Sonne. Fein geschmückte Rollen, eine Tabak-Einfädelmaschine, ein Streichelzoo und ein Traktor-Rennparcours für Kinder vervollständigten das an frühere Zeiten erinnernde Bild. Da meckerte eine Ziege und wurde nur vom Scheppern der alten Dreschmaschine übertönt.

Schmied Werner Stumpf hielt sein Werkstück in die Feuerstelle und bearbeite das glühend rote Metall anschließend mit vehementen Hammerschlägen. Auch Norbert Wenz aus Sandhausen zeigte den interessierten Zuschauern, wie in früheren Jahren die Tabakblätter auf Fäden aufgezogen und anschließend als Bänder zum Trocknen aufgehängt wurden. „Wir haben dafür extra ein paar Tabakpflanzen angebaut“, sagte Vorsitzender Franz Ketelaars und lachte.

30 Helfer packen mit an

Er hatte etwa 30 Helfer, die sich an der Ausrichtung des Festes beteiligten. Diese sorgten im Ausschank und beim Essen für Gemütlichkeit. Während der Duft von Hackbraten, Steaks, Wildschweinbratwurst, Kaffee und Kuchen die Nasen kitzelte, sauste so manches Kind fröhlich zwischen den Traktoren und Landmaschinen herum. Doch der größte Anziehungspunkt war die alte Dreschmaschine, die von den Geusemer Schlepperfreunden zum Veranstaltungsort gebracht worden war. Ihre Arbeit bestaunte auch Bürgermeisterin Bärbel Schader. Der Hessische Rundfunk war mit einem Kamerateam gekommen. Sonnenbotschafterin Saskia I. schaute vorbei. „Es war ein Haufen Arbeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht“, sagte Franz Ketelaars.

Er fährt mit seinem Ursus oft zu Schleppertreffen. Wohl auch deshalb waren viele Freunde alter Maschinen zum Gegenbesuch gekommen. Die Gäste genossen den sonnigen Tag bei gutem Essen. Viele interessierten sich für die technischen Daten der landwirtschaftlichen Schmuckstücke. Die Clubmitglieder hatten jedes Fahrzeug mit einem Schild versehen, auf dem die wichtigsten Infos standen. „Das älteste Fahrzeug wurde 1939 gebaut“, erzählte Ketelaars. Alle Teilnehmer erhielten als Dank einen Kalender und wurden vom Verein zum Essen und Trinken eingeladen.

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