Bürstadt

Sainäwwel Schauspielerin Roswitha Gebhardt rettet durch ihren Einsatz die Theatersaison

Turbulente Spielzeit erfolgreich beendet

Bürstadt.Nach einer erfolgreichen Spielsaison bei der Theatergruppe „Die Sainäwwel“, ging eine turbulente Kampagne zu Ende. Gezeigt wurde ein mit Verwirrungen und Wortspielereien gespicktes Stück, das bei der ein oder anderen Vorstellung bei den Zuschauern stehende Ovationen hervorrief. Die Schauspieltruppe konnte zum Abschluss der Saison einer Schauspielerin Danke sagen, die nicht nur zum 50. Mal auf der Bühne stand, sondern quasi die komplette Saison gerettet hatte: Roswitha Gebhardt.

Durch den gesundheitlich bedingten Ausfall von Karl-Hans Reischert vier Wochen vor dem Beginn der Saison gab es ein Problem – zumindest war dies die Vermutung innerhalb der Theatertruppe. An einem Sonntagnachmittag trafen sich alle zu einer Krisensitzung – ziemlich ratlos, galt es doch eine wesentliche Rolle des Stückes kurzfristig neu zu besetzen oder über eine Absage zu entscheiden. Schließlich war die Lösung dann einfach, als Roswita Gebhardt spontan zusagte, die ausgefallene Rolle zu spielen. Der Schluss wurde ein wenig angepasst und die Rolle des Majors passte wie maßgeschneidert.

Die Sache hatte nur noch einen Haken, der Text für diese nicht gerade kleine Rolle musste in relativ kurzer Zeit in den Kopf. Dies war ihr trotz der Widrigkeiten in der nun abgelaufenen Kampagne bestens gelungen. Roswitha Gebhardt ist schon lange bei den Sainäwweln und war, zusammen mit ihrem Mann Norbert bereits bei Gründung der Sainäwwel im Jahr 1985 dabei. Die Motivation von damals ist bei beiden immer noch die gleiche wie heute: Theater zu spielen, um anderen eine Freude zu machen und dem eigenen Hobby nachzugehen. Die Regie blieb trotz der zusätzlichen Rolle in ihren Händen und sorgte dafür, dass es in diesem Jahr wieder einen vollen Erfolg für die Sainäwwel gab.

So ging eine gelungene, mit einigen Überraschungen gespickte Spielzeit zu Ende. Es war wie immer eine sehr intensive, anstrengende Zeit für alle Mitglieder der Theatertruppe – vor und hinter der Bühne. Aber für alle Beteiligten hat am Ende der große Spaß und der Zusammenhalt im Team alle Mühen gelohnt. Jetzt kommen erst einmal wieder ruhigere Zeiten, auch wenn der Eine oder die Andere erst einmal nichts mit der vielen Freizeit anfangen kann, außer sich bereits um das Stück für 2019 zu kümmern oder die Verteilung der gesammelten Spendengelder vorzubereiten. Schließlich konnten seit der Gründung der Sainäwwel über 260 000 Euro Spenden an diverse Hilfsaktionen und Institutionen verteilt werden. Auch das will gut einstudiert sein und ist eine Bestätigung der vielen Mühen der Gruppe. red

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