Bürstadt

Jubiläum Akademische Feier zu 50 Jahren Jugendfeuerwehr und zehn Jahren „Feuerstrolche“

Verneigung vor jungen Rettern

Archivartikel

Bürstadt.Die Gründung der Jugendfeuerwehr in Bürstadt, die vor 50 Jahren von weitsichtigen Aktiven initiiert wurde, ist eine Erfolgsgeschichte. Doch die Nachwuchssicherung nahm vor zehn Jahren mit Gründung der Kinderfeuerwehr „Feuerstrolche“ noch weiter Fahrt auf. Diese Jubiläen waren Grund genug, bei einer Akademischen Feier im Gerätehaus noch einmal zurück und nach vorne zu schauen.

Dabei standen die jungen Stars der Brandschützer, ihre Gründungsmitglieder sowie Förderer und Betreuer im fröhlich-kunterbunten Mittelpunkt. Vom Spielmannszug musikalisch auf Touren gebracht, lobten nicht nur Landrat Christian Engelhardt und Stadtbrandinspektor Uwe Schwara die Garanten für zukünftigen Brandschutz.

Anerkennung kam zudem von Feuerwehrvereinschef Alfred Engert und Christian Schembs (stellvertretender Wehrführer). Bürgermeisterin Bärbel Schader hielt zudem ein flammendes Plädoyer für die Freiwilligen, die sich neben ihrem normalen Berufsleben ständig weiterbilden und im Notfall immer zur Stelle seien. „Unsere Stadt ist Feuer und Flamme für Sie“, betonte Schader.

Ihr kurzweiliger Rückblick erinnerte an die Gründungsversammlung und die Männer der ersten Stunde. Darunter auch Josef Landgraf, der als erster Jugendwart in die Geschichte der Feuerwehr eingegangen ist. Nach seinen Erlebnissen gefragt, erinnerte er an die Teilnahme am ersten Jugendfeuerwehrzeltlager, bei dem „seine Buben“ alle die Leistungsspange bestanden hatten. „Ich war der glücklichste Mensch auf dem Zeltplatz“, gestand er mit leuchtenden Augen.

Mittlerweile haben einige dieser „Buben“ – insgesamt durchliefen in den vergangenen 50 Jahren etwa 350 Jugendliche die Jugendfeuerwehr – selbst jahrelang im aktiven Dienst ihr Scherflein beigetragen und sind auch heute noch als Helfer aktiv.

Inzwischen kümmert sich Jennifer Hildebrandt um den Nachwuchs. „Wir machen alles, was die Aktiven auch tun“, erklärte sie den Versammelten voller Stolz. So üben die Jugendlichen auch am offenen Gewässer und schauen den Aktiven über die Schulter. Doch Ausflüge und die Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager, das in diesem Jahr wieder in Bürstadt stattfinden wird, gehören ebenso dazu wie Familienfeste, Weihnachtsfeiern oder das Helfen beim Tag der offenen Tür.

Fetziger Ausklang

Hildebrandt wünschte sich in Zukunft mehr Mitglieder in der Nachwuchsabteilung. Diesen Wunsch hat auch Nicole Held, die Leiterin der Kinderfeuerwehr „Feuerstrolche“. Selbst in einer Feuerwehrfamilie groß geworden und mit einem Aktiven verheiratet, genießt Held jede Stunde mit ihren „Strolchen“. „Wir haben im Moment aber guten Zuwachs“, schätzte sie sich glücklich.

Dass sie dazu allen Grund hat, konnte man spätestens beim tänzerischen Auftritt der Vier- bis Zehnjährigen erkennen. Ihnen flogen die Herzen der Gäste zu. Darunter auch Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machneit, der der Jugendfeuerwehrabteilung zum 50. Geburtstag eine Ehrenurkunde überreichte.

Ein besonderes Geschenk überbrachte zudem die Juniorgarde des Heimat- und Carnevalverein. Sie begeisterte mit einem „feurigen“ Tanz. Bevor die musikalische Huldigung des jungen Nachwuchses mit „Ein Hoch auf uns“ durch das Gerätehaus schallte, wirbelte sie als Zugabe zu „I need a Hero“ durch die festlich geschmückte Halle. Der feierliche Schlussakt wurde vom Spielmannszug und dem Feuerwehrnachwuchs ausgelassen in Szene gesetzt.

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