Bürstadt

Versöhnung ist immer möglich

Archivartikel

Martin Schulte über die Situation am Messplatz

Der große Neubau mit seinen vier Stockwerken raubt den umliegenden Balkonen Sonne. Sie verschwindet schneller als zuvor, als der Messplatz noch eine riesige freie Fläche war. Außerdem können dort jetzt die Anwohner und deren Besucher nicht mehr ihre Autos parken. Dazu kommt der Bedarf der neuen Nachbarn an öffentlichem Parkraum, die pro Wohnung einen Stellplatz direkt am Neubau, aber zwei Autos haben. Und der Verkehr an sich nimmt zu an diesem zuvor so beschaulich stillen Örtchen. Die Ästhetik spielt auch eine Rolle: Der eine oder andere empfindet das Gebäude als hässlichen Klotz.

Soweit die Nachteile. Denjenigen, die sich darüber ärgern, darf man den Gefallen tun, sich in ihre Lage zu versetzen.

Haken dran

Die Einweihung des Neubaus indes könnte nun als Zäsur dienen, die den Kritikern die Unabwendbarkeit des Unterfangens aufzeigt. Das Gebäude steht und wird bestehen bleiben, seine Bewohner werden bleiben. Letztere dürfen die alteingesessenen Anlieger nicht in Sippenhaft nehmen. Vielmehr wäre es zukunftsweisend, wenn man buchstäblich von beiden Seiten der Straße aufeinander zuginge – mit dem Ziel einer friedlichen und freundlichen Gemeinschaft. Die Maxime: Haken dran, die Würfel sind gefallen, Zeit zur Versöhnung. Die ist immer möglich – und erleichtert das Leben.

Apropos Ästhetik: Dem Autor gefällt der Neubau besser als der alte hässliche Platz. Es ist ein Schmuckstück in Bobstadt. Aber Geschmäcker sind verschieden.

 
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