Bürstadt

Jahresbilanz Bürstädter Fußballer diskutieren über neuen Campus / Ergänzungswahlen

VfR setzt auf Rasenplatz

Archivartikel

Bürstadt.Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des VfR Bürstadt in der Stadiongasstätte. Vor allem diskutierten die Mitglieder lebhaft über die Neugestaltung des traditionsreichen VfR-Geländes. Dieses der Stadt Bürstadt gehörende Areal soll demnächst zu einem modernen Bildungs- und Sportcampus umfunktioniert und damit aufgewertet werden.

Zwar lobte Gassert die Stadt Bürstadt dafür, die Errichtung eines neuen Sportgeländes forciert zu haben. Doch gleichzeitig sah er so manche Entwicklung kritisch. So ist dem Verein nicht nur der geplante Abriss der Tribüne ein Dorn im Auge, sondern auch das offene Konzept des neuen Campus. So wies Gassert auf die Gefahr von Vandalismus hin, wenn ein solch modernes Areal nicht eingezäunt sei.

Der Vorsitzende war mit seinem Bericht noch nicht richtig fertig, da diskutierten die Mitglieder gleich los. Mehrfach war der seit Mai 2014 bestehende Nutzungsvertrag Thema. Und auch, dass der seit langem bestehende Rasenplatz auf dem Hauptfeld wohl durch einen zweiten Kunstrasen ersetzt werden soll.

Der ehemalige Spieler Franz Ludwig und Trainer Karl-Heinz Göbel meldeten sich hier verstärkt zu Wort. Sie wiesen darauf hin, dass die Beibehaltung des Naturrasens mit einem enormen Einsparpotenzial verbunden sei. Zudem sei es für Kinder besser, das Fußballspielen auf einem Naturrasen zu erlernen. Dort könne der Belag im Sommer sehr heißt werden. Dem pflichteten auch die anderen Mitglieder bei. Dieser Sachverhalt soll nun mit der Stadt erörtert werden.

Der sportliche Leiter Marco Müller freute sich über die Aufwärtstendenz bei der ersten Mannschaft: „Wir waren bereits mit dem sechsten Platz in der vergangenen Saison zufrieden. Aber in der neuen Saison könnte noch mehr herausspringen.“

Deutlich besser läuft es inzwischen auch bei der von Carol Koch trainierten zweiten Mannschaft. Diese strebt in der neuformierten Kreisliga D nicht nur einen Mittelfeldplatz an, sondern setzt auch auf Integration: Einige Flüchtlinge spielen dort erfolgreich Fußball.

Helfer dringend gesucht

Bestens vertreten durch Jugendleiter Norbert Floch ist der VfR Bürstadt im Jugendförderverein Bürstadt. Von den 255 Kindern und Jugendlichen haben 49 ihren Pass beim VfR. Bloch bedauerte aber, dass der Saisonstart für einige Mannschaften des JFV nicht glückte. „Lediglich bei den D-Junioren lief es etwas besser“, hob er hervor.

Schon seit einiger Zeit hat der VfR Bürstadt keine aktive Altherrenmannschaft mehr am Start. Dennoch lassen es sich die Altfußballer nicht nehmen, in der sogenannten dritten Halbzeit präsent zu sein und mit einigen Festen und Ausflügen ihre Kameradschaft zu pflegen.

Etwas rückläufig ist die Tendenz im Vergnügungsausschuss. „Ich hätte gerne noch ein paar Mitstreiter mehr, um größere Veranstaltungen wie beispielsweise einen Kappenabend zu organisieren. Aber unser kleines vierköpfiges Team wird weiter dafür sorgen, dass wir an Festen wie der Kerwe präsent sind“, brachte es Ausschussvorsitzender Tobias Frank auf den Punkt.

Rechner Dieter Gleim berichtete, dass der VfR im Jahr 2017 ein leichtes Plus erwirtschaftet hatte. Karl Kronauer prüfte gemeinsam mit Karl-Heinz Humm die Kasse und fand ordnungsgemäß geführte Dokumente vor. Somit stand einer Entlastung nichts im Wege.

Bei den Ergänzungswahlen wurde Matthias Rebsch als zweiter Vorsitzender bestätigt, genauso wie Hans Gondolph als stellvertretender sportlicher Leiter. Nachdem Carol Koch als Trainer der zweiten Mannschaft ein neues Aufgabengebiet angetreten hat, sucht der Verein nun dringend einen Hauptkassierer. Ebenfalls könnte der Club einen Mannschaftsbetreuer gut gebrauchen. Optimierungsbedarf bestehe außerdem bei der Website. hias

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional