Bürstadt

Bildungs- und Sportpark Bürstädter Fraktionen sprechen Freiflächenplanung großes Lob aus

Viel Platz für Spiel und Freizeit

Bürstadt.Ein kleiner, virtueller Rundgang durch den künftigen Bildungs- und Sportcampus setzte quasi das Tüpfelchen aufs „i“: Die Vorschläge dazu, wie die Freiflächen zwischen den Trainingsanlagen genutzt werden sollen, sorgten im Bürstädter Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung geradezu für Begeisterung. Auch das Stadtparlament gab gestern Abend grünes Licht für das Projekt.

Fixpunkte sind die Anlagen von TV, Eintracht, Radfahrverein und Bogenschützen. Die vielen Quadratmeter dazwischen sollen ganz neue Möglichkeiten für Trend- und Freizeitsport bieten. Deshalb saßen beim Pläne schmieden nicht nur die beteiligten Vereine mit Tisch. Auch Schulen und Kindergärten, Senioren und Sportler aller Couleur waren gefragt.

Herzstück sind die Fußballplätze, beide mit Flutlicht und – der hohen Frequenz wegen – mit Kunstrasen ausgestattet. Das große Feld liegt auf der Fläche des heutigen Rasenplatzes, das kleinere quer dahinter. Planerin Sandra Escher beginnt ihren „Rundgang“ am alten VfR-Tor, das erhalten bleiben soll, genauso wie der Boule-Platz und das Vereinsheim. Vorbei geht’s an einem neuen Basketball-Feld zu den Stufen der halbrunden Tribüne, die umgestaltet werden soll. Dass vor dem Jugendhaus ein Garten mit Trainingsgeräten entstehen wird, steht inzwischen schon fest. Nebenan sieht der Plan eine parkähnliche Fläche mit Spielplatz und Picknickwiese vor. Kerzengerade entlang des großen Rasenplatzes zieht sich eine Laufbahn, in die Hügel und weitere Schikanen eingebaut werden – „um auch mal andere Muskelgruppen anzusprechen“, erläutert Escher.

Eine Art Park soll zwischen dem kleineren Fußballplatz, der Pfeil- und Bogenanlage und dem Vereinsheim der Radfahrer entstehen. Hier ist auch genug Raum für einen überdachten Trainingsplatz. Auf dem schmalen Stück zwischen Kunstrasen und TV-Gelände sehen die Planer eine ganze Reihe Trendsportarten vor: Über-Kopf-Klettern an der Boulderwand, Hindernisse überwinden beim Parcours. Oder wild auf der Trampolin-Arena herumhüpfen. Dafür könnte ein Stück der Schwimmbad-Wiese abgezwackt werden – „ein kleines Eck, das ohnehin schwer zu beaufsichtigen ist“, präzisiert Bürgermeisterin Bärbel Schader. Wo heute noch die alte VfR-Tribüne steht, ist das Bildungsgebäude eingeplant. Eine rund 900 Meter lange und beleuchtete Laufstrecke soll sich übers komplette Gelände schlängeln. In Richtung B 47 ist ein Grundstück für einen Kindergarten reserviert, der später das komplette Gebäude nutzen könnte. Zäune zwischen den einzelnen Sportstätten wird es dann keine mehr geben – außer rund um die Schießanlage, zum Schutz der Fußgänger. Der Zugang soll sowohl vom Bubenlachring als auch rechts und links des TV-Geländes möglich sein. Und natürlich durchs große VfR-Tor. An den Eingängen sind zusätzliche Parkplätze vorgesehen, aber auch jede Menge Stellflächen für Fahrräder.

Großes Lob

Lob gab es von allen Fraktionen für den Entwurf. Der nächste Schritt: Die Planung für die Details. Und vor allen Dingen muss das fehlende Geld beigeschafft werden. „Wir haben etwa die Hälfte“, freut sich Bärbel Schader nach wie vor riesig über die zwei Millionen Euro, die die Hopp-Stiftung beisteuern will. Damit fehlen noch zwei Millionen.

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