Bürstadt

EKS II Bürstädter Gesamtschule wirbt bei zukünftigen Schülern für ihre Angebote im naturwissenschaftlichen Bereich

Viertklässler forschen begeistert

Archivartikel

Bürstadt.Der Forschertag der Bürstädter Erich Kästner-Schule (EKS) wird immer beliebter. Immer mehr Grundschulen im Einzugsgebiet beteiligen sich. „Dieses Jahr ist die Steinerwaldschule mit Kindern aus Nordheim und Wattenheim das erste Mal dabei“, berichtete Elke Wagner-Pommerenke, Leiterin des Bereichs Naturwissenschaften.

Rund 250 Viertklässler waren eingeladen, in Chemie, Physik und Biologie verschiedene Versuche zu machen und in der Mediothek ein Quiz zu lösen. Sie kamen aus der Schillerschule in direkter Nachbarschaft, der Astrid-Lindgren-Schule in Bobstadt und aus der Lindenhofschule in Groß-Rohrheim. Damit sich die Schüler in der doch erheblich größeren EKS nicht so verloren fühlten, waren jeweils zwei Paten zur Stelle, die sie bereits am Eingang in Empfang nahmen und ihnen den ganzen Vormittag bei den Versuchen zur Seite standen.

„Die Paten zeigen ihnen die Fachräume, in denen die Experimente stattfinden, und stehen ihnen generell als Ansprechpartner für alle möglichen Fragen zur Verfügung“, schilderte die Fachbereichsleiterin. Zwischendurch durften sich die jungen Gäste bei einem Frühstück in der Mensa stärken, wo verschiedene Schüler der EKS bei Christine Negele von der Fachschaft Arbeitslehre heißen Kakao und Unmengen frische Waffeln vorbereitet hatten.

„Die Paten und die Freiwilligen in der Mensa aus den neunten Klassen fehlen zwar im Unterricht, aber wir empfehlen jedem Schüler, sich mindestens einmal im Jahr ehrenamtlich zu engagieren“, erklärte die Schulleiterin Stephanie Dekker.

Bei den Experimenten im Bereich Chemie handelte es sich um solche, die bedenkenlos zu Hause wiederholt werden können. Zum Beispiel dass Backpulver, das mit Essig versetzt wird, einen Luftballon aufblasen kann. So wird erklärt, wie der Kuchen beim Backen so locker wird. Oder der kleine Becher, über den ein Fliegennetz gespannt wird. Damit wurde die Frage beantwortet, wie man mit „Löchern“ Wasser festhalten kann. Das geht, wenn man den Becher senkrecht ins Wasser eintaucht und vorsichtig wieder herauszieht. Dann bleibt das Wasser unter dem Fliegennetz gefangen.

Schüler lassen Glocken läuten

Im Bereich Physik durften die Viertklässler mit Stromkreisen experimentieren und damit Lampen zum Leuchten oder Glocken zum Klingeln bringen. „Dazu muss aber der Kreis komplett geschlossen sein, sonst fließt kein Strom“, merkte Elke Wagner-Pommerenke an. Dazu gab es ein Forscherheft, um die Ergebnisse einzutragen. Die EKS legt großen Wert auf die MINT-Fächer. Deshalb gibt es für die fünften Klassen die „Forscherpause“. Dazu treffen sich die Interessierten einmal in der Woche in der großen Pause und lösen Forscheraufgaben.

Recht neu ist das „EKS-periment“ des Monats für die Sechstklässler. Diese Versuche müssen zu Hause durchgeführt und dokumentiert werden. „Einmal ging es um die Aufgabe, wieso Tee mit heißem Wasser gekocht wird. Die Schüler sollten beobachten, was passiert, wenn das Wasser kalt ist oder der Tee mit Milch oder Öl gekocht wird“, erklärte die Fachbereichsleiterin.

Diese Aufgaben sind für alle gedacht, denen „Jugend forscht“ an der Schule noch ein Schritt zu weit ist. Daher sollen sie langsam herangeführt werden. Alle, von denen Wagner-Pommerenke denkt, sie hätten das Zeug für die Forscher-AG, spricht sie direkt an.

Das war eine gute Gelegenheit für die Viertklässler, den Betrieb an der EKS kennenzulernen. „Es ist anders als am Tag der offenen Tür, der am 25. Januar stattfindet. Da sind immer große Massen unterwegs und es bleibt kaum Zeit für etwas anderes, als einen schnellen Blick in die Räume“, so die Schulleiterin. Es gibt noch einen Feedback-Bogen für die teilnehmenden Schulen, damit der vierte Forschertag im nächsten Jahr noch runder laufen kann.

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