Bürstadt

Stadtentwicklung Bürstadt will mit dem Kreis zusammen das Förderprogramm „Soziale Stadt“ gestalten

Wasserwerkhalle ganz oben auf der Liste

Bürstadt.Was Bürstadt in den vergangenen fünf Jahren mit dem Kreis Bergstraße umgesetzt hat und was in Zukunft auf der Agenda steht, darüber informierten Landrat Christian Engelhardt, seine Stellvertreterin Diana Stolz und die Bürstädter Bürgermeisterin Bärbel Schader während eines Pressegesprächs im Back- und Brauhaus Drayß.

Schader stellte ihren Vortrag unter das Motto „Gesunde und soziale Stadt“ und bezog sich damit auf das Förderprogramm, in das die Stadt Bürstadt gerade aufgenommen worden ist. Die Bürgermeisterin nannte die abgeschlossene Sanierung der Erich Kästner-Schule und die bevorstehende Neugestaltung der Schillerschule als die großen Maßnahmen, die der Kreis in Bürstadt in Angriff genommen hat. Sie wünscht sich nun noch eine Umgestaltung der Schulhöfe, um den Kindern mehr Bewegung zu ermöglichen. Dies soll abgestimmt werden auf den Bildungs- und Sportcampus, der in unmittelbarer Nähe zu den beiden Schulen entstehen wird. Landrat Christian Engelhardt verwies darauf, dass die Planungen für das Außengelände der EKS bereits laufen. Auch der Hof der Schillerschule soll sich verändern, wenn die Umbauten abgeschlossen sind.

Und noch ein Thema hatte die Bürgermeisterin auf dem Wunschzettel: Kreis und Stadt sollen die Modernisierung und Erweiterung der Wasserwerkhalle gemeinsam angehen. Die Bürgermeisterin will den Vereinen mehr Hallenkapazitäten anbieten. Engelhardt will sich im Kreistag für das Projekt einsetzen, das Kreis und Stadt dann gemeinsam finanzieren könnten. Die Kostenverteilung würde sich an den Nutzungszeiten durch Vereine und Schulklassen orientieren.

Neben der Bildung, die Landrat und Bürgermeisterin als wichtigstes Gut bezeichneten, wollen sie auch in die Gesundheit investieren. Schader berichtete von den Plänen für ein Ärztehaus, das baulich über das Programm „Soziale Stadt“ gefördert werden soll. Die Ansiedlung von Ärzten beziehungsweise die Ausstattung der Praxen könne dann über das Programm „Lokale Ökonomie“ unterstützt werden, für das sich Bürstadt gerade beworben hat.

Bürstadt sei bei den ambulanten Hausarztpraxen unterversorgt, betonte Diana Stolz. Das sei inzwischen durch Zahlen belegt, die Schader auch gleich für ihre Anträge verwenden konnte. Der Kreis versuche, über das Projekt „Landpartie“, bei dem Studenten aus Frankfurt in Arztpraxen im Kreis ihre praktischen Ausbildungsteile ableisten, gegenzusteuern.

Auch im Bereich Prävention wollen Bürstadt und der Kreis zusammenarbeiten. Schader und Stolz sind sich einig, dass sie bereits bei den Kindergärten ansetzen wollen. „Zehn Prozent der Erstklässler sind bereits übergewichtig“, bemerkte Stolz. Beim Kreis werde eine Steuerungsgruppe Prävention angesiedelt, in der gemeinsam mit den Krankenkassen überlegt wird, wie Prävention vor Ort umgesetzt werden könne. Auf dem Bildungs- und Sportcampus plant die Stadt einen Bewegungskindergarten. Hier erhofft sich die Bürgermeisterin beispielsweise Unterstützung durch den Kreis.

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