Bürstadt

Sommertour SPD-Kreisspitze informiert sich über die Arbeit der ambulanten Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried

Wegbegleiter in den letzten Lebenstagen

Archivartikel

Bürstadt.Rückenwind in schweren Zeiten gibt die ambulante Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried (PaHoRi). Denn auch während der anhaltenden Corona-Pandemie kümmern sich die 34 Ehrenamtlichen um Kinder, Jugendliche und Familien und begleiten diese bei lebensverkürzenden Erkrankungen und bei der Bewältigung von Trauer und Verlust. Über die Arbeit des Vereins, der seit 22 Jahren im Ried tätig ist, informierte sich die SPD-Spitze des Kreises bei ihrer Sommertour.

Vorsitzender Marius Schmidt wurde von der Bundestagsabgeordneten und Justizministerin Christine Lambrecht, Landtagsabgeordneten Karin Hartmann, dem Kreisbeigeordneten Karsten Krug und dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Philipp Ofenloch begleitet. PaHoRi-Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera berichtete den Gästen über die Hospizarbeit. „Wo drückt der Schuh?“, wollten die Politiker wissen und auch, wie sie den Verein unterstützen können. Gleich zu Beginn machte Schmidt darauf aufmerksam, dass Fördermittel für die Mobilität bereit stünden. Dazu will der Verein sich auch um Fördermittel des Landes zur Digitalisierung bemühen. Denn schon die nächste Ausbildung und Qualifizierung soll ab September sowohl digital als auch im großen Saal des Gemeindezentrums von St. Michael stattfinden.

„Wir haben keinen Rückgang der Anfragen“, machte Gaby Weiß-Szpera auf Anfrage von Karsten Krug deutlich. Auch wenn die Trauergruppen im Moment nicht stattfinden, gebe es Einzelgespräche. Sie wies darauf hin, dass PaHoRi immer noch nicht genug bekannt sei und der ambulante Hospizdienst oft zu spät angefordert werde. Dabei wollten viele todkranke Menschen zu Hause und im Kreis ihrer Lieben sterben.

Neben einer guten Beratung zu Hause wollen die Ehrenamtlichen für alle Beteiligten Erleichterungen bringen.

Der Schwerpunkt von Koordinatorin Petra Bauer liegt auf der Kinder- und Jugendhospizarbeit, ihre Kollegin Antje Egle ist besonders in Pflegeeinrichtungen aktiv. Auch wenn die Sterbebegleitung vom Bund gefördert wird, wäre die Arbeit ohne Spendengeld nicht möglich. So hat sich PaHoRi auf die Fahnen geschrieben, jederzeit schnelle Hilfe zu leisten. „Wir haben etwa 150 Anfragen im Jahr und begleiten 70 Menschen bis zum Tod“, machte Weiß-Szpera deutlich.

Sie fühle sich sehr geehrt durch den Besuch während der SPD-Sommertour und freue sich über die Wertschätzung. Ihr Wunsch sei es, dass Ärzte und Betroffene früher das PaHoRi-Angebot in Anspruch nehmen . „Dann könnten wir den Weg noch viel besser gestalten“.

Weitere Trauergruppen

Weiß-Szpera beantwortete die unzähligen Fragen der Besucher und schaute bereits optimistisch in die Zukunft. Denn neben dem Qualifizierungskurs soll es auch wieder eine Kindertrauergruppe geben. Ab Oktober ist eine Jugendtrauergruppe geplant. Marius Schmidt will diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Er sammelt bei Veranstaltungen statt Wein, Blumen und Süßigkeiten gerne Geldbeträge, um diese zu spenden. Fell

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional