Bürstadt

Unterschriftensammlung SPD-Politiker hat über 700 Befürworter für die bisherige Querungsmöglichkeit am Eingang zur Bürstädter Innenstadt

Weinz kämpft um die Ampel am Blauen Palais

Archivartikel

Bürstadt.Für Roland Weinz ist die Ampel am Blauen Palais das Eingangstor in die Bürstädter Innenstadt. Doch auch in die andere Richtung sei sie von zentraler Bedeutung. „Hier queren die Menschen die Straße, die auf dem Weg zu den Ärzten, zur Kirche St. Michael oder zum Altenheim sind“, ist sich der SPD-Politiker, der auch im Magistrat sitzt, sicher. Er hat nun 736 Unterschriften gesammelt für den Erhalt dieser Ampel, die nach derzeitigem Stand wegfallen soll, wenn in der Nibelungenstraße ein Mini-Kreisel gebaut wird.

Die eigene Fraktion hat mehrheitlich für den Mini-Kreisel gestimmt, doch Weinz möchte nun wenigstens die Ampel an ihrem angestammten Platz auf Höhe des Innenstadt-Supermarktes retten. Eine Verlegung in Richtung Post, wie sie bislang diskutiert wurde, hält er für die falsche Entscheidung. „So weit wird keiner laufen, der auf Höhe des Kreisels über die Straße will“, gibt er zu bedenken. Und die geplanten Querungshilfen am Kreisel selbst sind für ihn keine sichere Option, zumal der Kreisel wegen seines geringen Radius als überfahrbar gebaut wird, damit auch Lkw und größere Fahrzeuge ihn ohne Probleme passieren können.

Weinz hat seine Listen in Bürstädter Geschäften und Arztpraxen ausgelegt und erfuhr für sein Vorhaben viel positive Resonanz. „Eigentlich sind noch viel mehr Menschen für den Erhalt der Ampel“, erklärte er bei der Übergabe der Unterschriften im Bürstädter Rathaus. „Einige hatten allerdings Hemmungen, zu unterschreiben – wegen des Datenschutzes“, ergänzte er.

Alexander Bauer (CDU) nahm die Unterschriften in seiner Funktion als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Leiter der darauf folgenden Sitzung des Stadtparlaments entgegen. Er sicherte Weinz zu, dass die Politik das Thema noch einmal aufgreifen werde. „Wir wollen untersuchen, welche Wegequerungen es in diesem Bereich wirklich gibt“, erklärte Bauer.

Bürgermeisterin Bärbel Schader betonte, dass jeder die Straße auch weiterhin sicher queren solle, egal ob mit oder ohne Kinderwagen oder Rollator. „Wir wollen dabei allerdings alle Verkehrsteilnehmer im Blick haben, nicht nur die Fußgänger“, ergänzte Bauer.

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