Bürstadt

Ortsbeirat Bus soll ab Ende April nach Lampertheim fahren

Weitere Parkplätze in Riedrode geplant

Riedrode.Dauerthemen wie Ausbau der B 47, die fehlende Busanbindung und schwierige Parkplatzsituation am Sportareal haben den Ortsbeirat in Riedrode beschäftigt. Lösungen stellte Bürgermeisterin Bärbel Schader in der Sitzung im Bürgerhaus gleich mehrfach in Aussicht.

So soll noch in diesem Monat, und zwar am Montag, 30. April, der erste Bus von Riedrode über Bürstadt ans Lampertheimer Amtsgericht fahren – und besonders für ältere Menschen eine schnellere Verbindung zu den Fachärzten herstellen. Denn „bisher ist die Reise mit dem Zug nach Lampertheim eine halbe Odyssee“, wusste auch die Bürgermeisterin. Die Anbindung an die Stadtbuslinie könne allerdings erst zur Neuausschreibung im Dezember erfolgen. Bis dahin solle ein eigener Bus von Montag bis Freitag drei Mal täglich in die Spargelstadt fahren, zurück seien vier Fahrten geplant.

„Wir mussten dafür eine Konzessionserweiterung beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragen, dazu gehörte auch ein Anhörungsverfahren“, erklärte die Rathauschefin. Erst in dieser Woche sei der Bescheid aus Darmstadt mit der Botschaft gekommen, dass man „zuversichtlich auf einen Fahrbeginn ab 30. April hoffen kann“. Schader betonte: „Das ist eine freiwillige Ausgabe aus dem Haushalt der Stadt, ohne jegliche Zuschüsse.“ Über die genauen Zeiten und Haltestellen wollen die Ortsbeiratsmitglieder zeitnah mit Zetteln in Briefkästen und einer Veranstaltung informieren.

Nur wenig später soll ein zweites Dauerärgernis für Riedroder und deren Gäste beseitigt werden: Bei Parallelveranstaltungen des Reit- und Fahrvereins und der Fußballvereine kam es in der Vergangenheit zu massiven Parkproblemen. Neue Schotterparkplätze entlang der Bahnlinie und direkt vor dem Sportgelände – also nördlich und südlich des Fußballplatzes – sollen ab Ende Mai Abhilfe schaffen. „Es wird ein Stück Wald umgewidmet, die Beträge sind im Haushalt bereits bewilligt und der Auftrag wurde der Firma Gärtner erteilt“, sagte die Verwaltungschefin. In Absprache mit dem Reit- und Fahrverein sei der Baubeginn hinter das große Maiturnier verlegt worden. Die Arbeiten sollen rund eine Woche andauern.

Besserer Lärmschutz

Zum Ausbau der B 47 hatte Schader Informationen mitgebracht – allerdings wenig Neues für die Zuhörer. Einzig in Sachen Lärmschutz gebe es ein positives Signal: „Mittlerweile haben sich die rechtlichen Bedingungen dazu geändert.“ Deshalb sei eine ganz neue Lärmschutzwand in der Planungsphase. Auch in Bürstadt, wo Teile des Lärmschutzes schon stehen, müsse neu gebaut werden. „Das kann aber nur zum Vorteil der Bürger sein“, betonte Schader, „der Lärmschutz wird deutlich besser“.

Eine erfreuliche Nachricht hatte sie für den Arbeitskreis Dorfgeschichte: Dieser darf künftig Räume und Schränke im Bürgerhaus nutzen. „Wir begrüßen diese Initiative und unterstützen sie sehr gerne“, freute sich Schader. Auf eine Beschwerde aus dem Publikum hin über verstärkten Lärm von Ultraleichtfliegern regte Schader einen Dialogtermin mit Bürgern, Ortsbeirat und der Interessensgemeinschaft an. Ortsvorsteherin Kirstin Garb regte außerdem Vereine dazu an, am Wettbewerb „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ der hessischen Landesregierung teilzunehmen. ksm

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