Bürstadt

Pfeil- und Bogen-Club Deutsche Meisterschaften in der Disziplin Blasrohr Scheibe

Wettkampf im Arbeitszimmer

Archivartikel

Bürstadt.Kann man trotz Corona eine Deutsche Meisterschaft ausrichten? Der Blasrohr Sportverband Deutschland (BSVD) hat gezeigt, dass dies möglich ist. Da die Sportstätten geschlossen waren und eine Kontaktobergrenze von zwei Haushalten feststand, mussten andere Wege gefunden werden. Man halbierte den Abstand zur Scheibe auf fünf Meter und die Zielgröße wurde von 18 Zentimetern Durchmesser auf neun geschrumpft. Wer alleine war, wurde per WhatsApp mit einem Konkurrenten zusammengeschaltet. Für die Durchführung standen am Samstag und Sonntag je zwölf Stunden zur Verfügung. Die Ergebnisse wurden aus ganz Deutschland an den Verband gemailt und dieser wertete die Meisterschaft aus.

Auch der Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt (PBC) war mit vier Schützen am Start. Um den Corona-Regeln Folge zu leisten, starteten diese an zwei Orten: in einem dafür hergerichteten Zelt und in einem zum Blasrohrstadion umgestalteten Arbeitszimmer. Abstand halten, Scheiben, die nur ein Schütze anfasst, und getrennte Auswertezettel – es war nicht schwer, alle Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße und gesundheitsfreundliche Umgebung zu schaffen.

Wertung für Vereinsmeisterschaft

Gleichzeitig nutzte der PBC seine Ergebnisse, um diese als Vereinsmeisterschaft zu werten. Hier konnte sich, wie erwartet, der bisher amtierende Deutsche Meister Jürgen Koch mit 386 (von 420 möglichen) Ringen durchsetzen und wurde Vereinsmeister. Dahinter ging es knapp zu. Mit 378 Ringen wurde Ralf Schwarz Vizevereinsmeister. Zwei Ringe dahinter wurde Harry Schweigkoffer mit dem letzten Treppchenplatz belohnt. Platz vier sicherte sich Olaf Kaiser mit 345 Ringen.

Im Endergebnis der Deutschen Meisterschaften waren die Bürstädter auf dem vierten bis siebten Platz zu finden. Besonders für die beiden Neulinge Kaiser und Schwarz war dies ein sehr gutes Ergebnis. Drei andere Schützen hatten die Darts in der Gesamtwertung noch besser platziert. Egon Weiler, der Präsident des BSVD, war mit 414 Ringen in bestechender Form und für die Sportler des PBC nicht erreichbar. David Innocent (406 Ringe) und Bernhard Reuschel (394) machten die Plätze zwei und drei unter sich aus.

Ein Dankeschön für die gute Vorbereitung und die schnelle Auswertung geht an den Verband, und alle hoffen, dass sie im kommenden Jahr wieder zusammen an der Schießlinie stehen und später gemeinsam den Meister feiern können. red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker überregional