Bürstadt

Schillerschule Medizinerinnen besuchen Viertklässler / Wissenswertes über Gesundheit im Mund

Zahnputz-Rap lädt zum Mitmachen ein

Bürstadt.Der Text für den Zahnputz-Rap ist leicht zu behalten: „Hin und her, Zähneputzen mag ich sehr. Und sie sagen: Oh nice, schau mal, deine Zähne sie sind so weiß“, sang der Schulchor der Schillerschule Bürstadt. Die Viertklässler machten die passenden Bewegungen mit ihren Zahnbürsten gleich mit. Und hatten großen Spaß, zumal sie noch von zwei lebende Zahnpastatuben und einer Riesenzahnbürste angefeuert wurden.

Dies alles gehörte mit zur Präventionsarbeit des Gesundheitsamtes. Die Mitarbeiter des zahnmedizinischen Dienstes im Kreis informierten später auch noch, was in Sachen Zahnspangen zu beachten ist. „Es wurde schon mit den zweiten Klassen über das Zähneputzen gesprochen, und es fanden zahnmedizinische Untersuchungen für die vierten Klassen statt“, berichtete Rektor Torsten Wiechmann.

Großes Thema Spange

Diesmal kamen Zahnärztin Heike Rohmann mit den Kolleginnen Birgit Riefling und Ramona Hildenbeutel zum Thema „Gesund beginnt im Mund!“ in die Schillerschule. Sie informierten speziell zu Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen und dem Tragen einer Spange.

Nachdem sie mit ihren Kolleginnen als Zahnpastatuben beim „Zahnputz-Rap“ mitgesungen hatten, begann die Präventionsarbeit. Dabei ging es auch darum, den Kinder die Angst vor einer Spange zu nehmen. Die Jungen und Mädchen konnten sich verschiedene Gebissmodelle und Spangen ansehen. Und sie erfuhren, wie die Gipsmodelle entstehen. Ein solches hatten die Mitarbeiter des Zahnmedizinischen Dienstes ebenso dabei, wie eine Spangendose oder Gerätschaften, mit denen Spangen gereinigt werden. Den Schülern wurde erklärt, dass die besten Aussichten auf Erfolg bei einer Gebissregulierung im Alter zwischen acht und elf Jahren beobachtet werden könne. Der Abschluss des Zahnwechsels sollte also nicht abgewartet werden.

Das Fachpersonal erzählte den Kindern zudem, wie man lose und feste Spangen am besten pflegt und reinigt und wie lange eine Gebissregulierung dauert: im Durchschnitt, mit Beobachtungszeit vor der Behandlung, der aktiven Behandlungszeit und der Nachbeobachtung im Durchschnitt vier Jahre.

Wie Karies entsteht

Die aktive Mitarbeit von Eltern und Kind bei der kieferorthopädischen Behandlung sei Voraussetzung für den Erfolg. Anhand von Bildern zeigten die Medizinerinnen den Schülern verschiedene Fehlstellungen und auch deren Behandlungsmethoden.

Die Referenten erklärten den Kindern anschaulich, wie wichtig Zähneputzen ist und wie Karies entstehen kann. Anhand eines Styropor-Zahnmodells wurde den Schülern gezeigt, wie Säure ein Loch in den Zahn frisst und Karies entsteht. „Morgens und abends Zähneputzen, gerne auch nach Mahlzeiten und nach dem Essen von Süßigkeiten, denn sonst feiern die Bakterien Party in euren Mund“, meinte Heike Rohmann. Sie motivierte die Kinder, Verantwortung für ihre Gesundheit und für ihre Zähne zu übernehmen.

Die Präventionsarbeit des zahnmedizinischen Dienstes interessierten zudem Ersten Stadtrat Walter Wiedemann sowie den ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Philipp-Otto Vock. Die Gesundheitsprävention ist eine der zentralen Aufgaben des Kreises Bergstraße, daher bietet das Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen gezielt Veranstaltungen in Schulen an.

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