Bürstadt

Bezirksmeisterschaft Bürstädter Bogenschützen richten Wettkampf aus

Zielsicherheit und Präzision

Archivartikel

Bürstadt.Hochkonzentriert standen die Schützen an der Linie, spannten ihre Bögen, visierten das Ziel an und ließen ihre Pfeile fliegen. Beim Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt wurden die Bezirksmeisterschaften des Weltverbandes durchgeführt. An diesem nahmen 28 Teilnehmer aus dem hessischen Schützenbezirk Starkenburg teil, alleine schon 16 Schützen kamen vom Pfeil- und Bogen Club Bürstadt.

Florian Keil, Bezirksschützenmeister, erklärte, dass es in Hessen 27 Schützenbezirke gibt. Der Schützenbezirk Starkenburg verbinde die Bereich Odenwaldkreis und Kreis Bergstraße miteinander. Insgesamt starteten bei der Bezirksmeisterschaft vier Vereine aus der Region, neben den Bürstädtern der SPSV Viernheim, der SC Hassenroth sowie der KSK Wallbach.

Bei den Bürstädtern war als jüngster Teilnehmer Phil Beilstein dabei, er nahm zum ersten Mal an einer Bezirksmeisterschaft teil. „Aufgeregt war ich schon, aber nach dem ersten Durchgang geht es jetzt wieder“, verriet der Elfjährige, der vor vier Jahren mit dem Pfeil- und Bogenschießen begann. Sein Interesse wurde beim Tollitätenschießen geweckt, erzählte seine Mutter Sandra Beilstein, Präsidentin der Vereins AG in Bürstadt. Phil war beim Tollitätenschießen in der fünften Jahreszeit dabei, weiter ging es beim Ostereierschießen des Pfeil- und Bogen-Clubs, und schließlich nahm er am Training teil. Nun schoss er mit den Großen bei der Bezirksmeisterschaft mit.

Die Teilnehmer starteten mit verschiedenen Sportgeräten. „Geschossen wird mit Recurve-Bogen, Compound-Bogen und Blankbogen“, so Keil. Der Blankbogen ist ein ganz einfacher Bogen, ohne Technik oder Visier. Den Unterschied zum Compoundbogen ist optisch gut erkennbar. Dieser moderne Bogen, der mit Flaschenzugtechnik arbeitet, ermöglicht es dem Schützen, hohe Zuggewichte beim Zielvorgang ruhig zu halten und damit präzise zu lösen. Kraft und Rollentechnik verbinden sich hier zu einem starken Bogen. Ein Visier ist ebenfalls vorhanden. Der Recurve-Bogen, auch Olympischer Bogen, besitzt an den Enden gegen die Bogenkrümmung gebogene Wurfarme, daher der Name Recurve.

Je nach Bogenart schossen die Teilnehmer auf größere oder kleinere Zielscheiben, die in unterschiedlichen Abständen aufgebaut waren, auch abhängig vom Alter. „Die Schützen Herren 21 bis 45 Jahren schießen auf 70 Meter Entfernung“, erläuterte Keil, die weiteste Distanz bei diesem Wettkampf. Phil Beilsteins Zielscheibe befand sich 25 Meter entfernt.

Insgesamt waren zehn Scheiben aufgebaut, so dass zehn Schützen gleichzeitig schießen konnten. 72 Pfeile schoss jeder Teilnehmer bei der Bezirksmeisterschaft ab, bei jedem Durchgang sechs Stück. Die Bezirksmeisterschaft diente auch der Qualifikation für die Landesmeisterschaft. str

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