Bürstadt

Politik II CDU/FDP–Koalition und Boris Wenz (SPD) setzen Planung der Nibelungenstraße mit 14:12 gegen Opposition durch

Zwei Stimmen Mehrheit für Entwurf mit Kreisel

Bürstadt.Der knappen Entscheidung der Stadtverordneten am Mittwochabend von 14:12 Stimmen für den Entwurf zur Umgestaltung der Nibelungenstraße samt Mini-Kreisel am Historischen Rathaus war ein teils lautstarker Wortwechsel vorausgegangen. Die Opposition aus SPD und Grünen argumentierte aus Gründen der Verkehrssicherheit vehement gegen den Kreisverkehr und die damit einhergehende Verlegung der Fußgängerampel. Die CDU/FDP-Koalition setzte sich mit der Stimme des SPD-Vertreters durch.

Ältere und gebrechliche Mitbürger seien auf die Ampel angewiesen, um auf dem Weg zu Ärztehaus, Apotheke oder Seniorenbegegnungsstätte über die Mainstraße gelangen zu können, so SPD und Grüne. Eine etwa zur Post hin verlegte Fußgängerampel würde nicht genutzt, weil das einen Umweg bedeute. Die Ampel verlegen zu wollen, „zeigt den Stellenwert, den Sie den Fußgängern beimessen“, schimpfte Erhard Renz (Grüne) in Richtung Mehrheit.

Boris Wenz erklärte die Abkehr vom Votum seiner Fraktion mit seiner Mitarbeit in der Lokalen Partnerschaft (Lopa). Dort habe er das Projekt Nibelungenstraße von Anfang an begleitet und teile die Einschätzung des Gremiums, wonach der vorliegende Entwurf den bestmöglichen Kompromiss darstellt.

Alexander Bauer erklärte, die Lopa vertrete Bürgerinteressen; das solle die Opposition doch akzeptieren. Für die SPD argumentierte Franz Siegl, auch Radfahrer könnten den Kreisel nicht nutzen, weil die Einfahrt von der Mainstraße zu gefährlich sei. Chantal Stockmann (FDP) erwiderte, der Status quo sei für Radfahrer viel schwieriger; sie könnten heute wegen des Verkehrs gar nicht von der Mainstraße nach links abbiegen und müssten auf den Gehweg ausweichen. mas

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