Groß-Rohrheim

Musik Evangelische Kirchengemeinde Groß-Rohrheim präsentiert Veranstaltung in der Kulturscheune Wattenheim

All Night Jazz diesmal mit Dinner

Archivartikel

Gross-Rohrheim.Die evangelische Kirchengemeinde Groß-Rohrheim lädt am Sonntag, 14. Oktober, zu einem All Night Jazz special in die Kulturscheune Wattenheim ein. Da die evangelische Kirche renoviert wird, müssen die Veranstalter ausweichen und haben auch ein neues Konzept entwickelt. Die Jazznacht ist verkürzt auf die Zeit von 18 bis 22 Uhr. Außerdem gibt es ein Abendessen, das im Eintrittspreis von 15 Euro mit enthalten ist.

Beibehalten hat die Musikkiste aber den Mix aus hochkarätigen Profis und Amateuren. Das Programm gestalten Janice Dixon und John Stowell, das Jürgen Wuchner Quartett und das P-Trio. Außerdem gibt es ab 21.30 Uhr eine Session, bei der alle Interessierten mitmachen können.

Janice Dixon und John Stowell haben erstmals 2013 in der Jazznacht in der Groß-Rohrheimer Kirche musiziert, damals in einer spontanen Session, die allen Zuhörern in die Erinnerung geblieben ist. Janice Dixon ist eine international gefeierte New Yorker Sopranistin, die an allen großen deutschen Opernhäusern singt und fast 20 Jahre als Solistin am Nationaltheater Mannheim engagiert war. Außerdem hat sie sich dem Liedgesang und Jazz verschrieben und in diesem Gebiet unter anderem mit Bill Ramsey und Anke Helfrich zusammengearbeitet.

Eigene Spieltechnik

Der Amerikaner John Stowell gilt als einer der besten Jazzgitarristen weltweit. Stowell hat einen eigenen Stil entwickelt, der lineares und akkordisches Spiel verschmelzen lässt. Dies ist nur durch seine spezielle „stowellsche“ Spieltechnik möglich, die gleichermaßen von Pianisten, Bläsern und Gitarristen beeinflusst wurde. Stowell begann seine Karriere in den frühen 1970er Jahren im Duo mit dem Bassisten David Friesen, mit dem er immer noch aufnimmt. Neben seiner regen konzertanten Tätigkeit mit Musikern wie Milt Jackson, Lionel Hampton, Art Farmer, Herb Ellis, Paul Horn, Mundell Lowe, Billy Higgins, Billy Hart, Tom Harrrell, Don Thompson und Dave Liebman ist John Stowell ein gefragter Dozent und gibt weltweit Konzerte sowie Workshops.

Das Jürgen Wuchner Quartett um den Darmstädter Bassisten und Komponisten Jürgen Wuchner präsentiert sich in einer neuen musikalischen Konstellation mit dem Saxophonisten Wollie Kaiser, dem Trompeter Daniel Schmitz und dem Schlagzeuger Uli Schiffelholz.

Jürgen Wuchner studierte an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Er war Mitglied von Heinz Sauers „Voices“, Hans Kollers „Free Sound“, des Herbert Joos-Quartetts sowie des hr-Jazzensembles. Wuchner ist künstlerischer Leiter der „Darmstädter Jazz Conceptions“ und war Dozent für Jazz-Bass an der Darmstädter Akademie für Tonkunst.

Das P-Trio spielt Eigenkompositionen von abstrakt bis schön in atypischer Trio-Besetzung. Michael Distelmann (Kontrabass) hat mit Barockorchestern die Welt bereist, bevor er seine Liebe zum Jazz entdeckte. Eberhard Petri hat klassisch Jazz gelernt und ist musikalisch immer noch auf Entdeckungsreise. Ralf Keidel (Querflöte) lernte die Spielweisen des Jazz unter anderem bei Stephanie Wagner und Uli Partheil und in zahlreichen Workshopbands der Jazz Conceptions.

Aktuell geht das P-Trio den Erlebnissen der Eskimoforscher um die Jahrhundertwende in Nordmanitoba auf den Grund. Musikalisch wird beleuchtet, auf welch vielfache Weise die Forscher an ihre Grenzen geführt wurden. red

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