Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Groß-Rohrheim erkämpft sich mit starker Schlussphase einen 27:24-Sieg gegen Roßdorf/Reinheim II

Am Ende dreht Ochs auf

Groß-Rohrheim.„Heute sind wir endgültig in der Landesliga angekommen“, freute sich Sascha Holdefehr, Trainer des TV Groß-Rohrheim, nach dem 29:27 (16:14)-Heimsieg seiner Handballer gegen den bisherigen Tabellendritten MSG Roßdorf/Reinheim II.

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Pfungstadt und Büttelborn zeigte der TVG in der Bürgerhalle großen Kampfgeist – und das, obwohl der Kader arg dezimiert war. „Aber gerade in dieser Situation sind die Spieler enger zusammengerückt und haben alles in die Waagschale geworfen“, lobte Holdefehr den Biss seiner Mannschaft, der sich besonders in der stabilen 5:1-Deckung widerspiegelte. „Das war sicherlich eine der besten Abwehrleistungen in den letzten Monaten. Wir haben uns richtig reingebissen“, sagte der Coach.

Kurzfristig musste Groß-Rohrheim noch auf Stammtorhüter David Wägerle verzichten, daher ließ Holdefehr Jonas Sartorius zwischen den Pfosten beginnen. Er zeigte zwar eine solide Leistung, aber im Laufe der ersten Hälfte versuchte der Trainer mit der Einwechslung von David Wägerle noch einen Akzent zu setzen. Doch dieser erwischte keinen guten Tag, so dass Holdefehr wieder zurückwechselte – mit Erfolg. Sartorius zeigte tolle Paraden und avancierte zu einem wichtigen Rückhalt des Aufsteigers.

Der TVG legte im ersten Abschnitt meist knapp vor, konnte sich vor allem auf seine stabile 6:0-Deckung verlassen, die es den Gäste schwer machte, aus dem Positionsangriff zu einfachen Würfen zu kommen. Aber auch Roßdorf/Reinheim zeigte sich gut eingestellt, so dass es Groß–Rohrheim nicht schaffte, sich deutlich abzusetzen. Nach dem 17:14 kurz nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Riedhandballer dann einige Fehler in der Offensive, was Roßdorf/Reinheim nutzte, um das Ergebnis zur eigenen 23:20-Führung zu drehen (46.).

„Das war enorm wichtig“

„In dieser Phase lief es nicht“, fand Holdefehr, der auch kurzzeitig Torjäger Andreas Ochs auswechselte: „Er überdrehte etwas, versuchte, als es nicht lief, zu viel alleine zu machen.“ Und die kurze Verschnaufpause für den erfolgreichsten Torschützen der Liga zahlte sich aus. Als er für die Schlussphase wieder kam, drehte er mächtig auf und riss sein Team mit. Beim 24:24 (51.) war schon wieder der Ausgleich geschafft und beim 27:24 (56.) die Weichen auf Sieg gestellt. Die Gäste stemmten sich noch einmal gegen die Niederlage, verkürzten auf 25:27 und 26:28, aber als Andreas Ochs in der letzten Minute in Überzahl zum 29:26 einnetzte, war die Partie entschieden.

„Das war ein enorm wichtiger Sieg. Sowohl für die Moral, als auch mit Blick auf die Tabelle“, meinte Holdefehr im Anschluss. „Wir haben uns in der Schlussphase zurückgekämpft und uns diesen Erfolg verdient. Vor allem mit unserer überragenden 6:0-Deckung“, lobte der TVG-Coach: „Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie heute aufgetreten sind.“ Aus der starken Teamleistung ragten neben Ochs noch der junge Niklas Fries und Oliver Sziebert heraus, die immer wieder Verantwortun übernahmen und defensiv einen starken Part spielten.

TVG-Tore: Ochs (14/8), Fries (5), Anthes (4), Till Haas (3), Sziebert, Olf, Kautzmann (je 1). me

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