Groß-Rohrheim

Politik Zukunft des Gärtnereigeländes ungeklärt

Antrag auf Wohngebiet abgelehnt

Archivartikel

Groß-Rohrheim.In nicht einmal einer Stunde handelte die Groß-Rohrheimer Gemeindevertretung die zehn öffentlichen Tagesordnungspunkte in der Bürgerhalle ab. Der Ausbau der Kornstraße stand zunächst im Mittelpunkt der Diskussionen. Schnell war man sich einig, diese große Baumaßnahme in drei Abschnitte aufzuteilen. Das soll dem Kommunalverband Mittlere Bergstraße (KMB) als ausführende Institution von der Gemeindeverwaltung auch so mitgeteilt werden. Auch sei es sinnvoll , einen KMB-Mitarbeiter zum Fachausschuss einzuladen.

Die Abschnitte teilen sich auf wie folgt: von der Unterführung bis zur Ludwigstraße (hier soll eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer Platz finden), von der Ludwig- bis zur Speyerstraße sowie von dort bis zur Kurve. Überall wird der Bürgersteig abgesenkt, zur Fahrbahn soll es eine Rinne geben. Das Parlament votierte einstimmig hierfür.

Um bei der Sportstättenplanung mit Laufparcours und Sportgeräte-Park weiter voranzukommen, wurde ein Beschluss des Gremiums vom 25. Juni, den Standort der Boulebahnen betreffend, einstimmig zurückgenommen. Der Bewegungsparcours soll nun angegangen werden.

CDU meldet Zweifel an

Zum Waldschadensbericht äußerte sich Gerhard Henzel (BfGR). Er ging auf die Ausführungen von Forstamtsleiter Ralf Schepp ein (wir berichteten). Er betonte noch einmal den katastrophalen Zustand des Groß-Rohrheimer Waldes. Henzel zitierte den bundesweit bekannten Förster und Buchautor Peter Wohlleben, der dafür ist, „den Wald einfach mal Wald sein zu lassen und zu schauen, was die Natur macht.“ „Wir stimmen dem Waldwirtschaftsplan zu, aber geben einen Denkanstoß, ob das von HessenForst Vorgeschlagene auch der richtige Weg ist“, so Henzel. Die Versammlung nickte das vorgelegte Zahlenwerk einstimmig ab.

Zum wiederholten Mal schlug die CDU in einem Antrag vor, das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kirsch an der Allee zur Wohnbebauung zur Verfügung zu stellen - und zum wiederholten Mal stimmten SPD und BfGR dagegen. Der Tenor: Es gibt bessere Ideen der zukünftigen Bebauung des gemeindeeigenen Geländes. „Lasst uns dort etwas bauen, was der Allgemeinheit dient“ , sagte Svenja Banasiuk (BfGR).

Einstimmig in den Fachausschuss verschoben wurde der CDU-Antrag auf der ehemaligen Boule-Bahn in der Allee in Zukunft Spielgeräte für Kinder aufzustellen. Nach Aussagen der Freien Wähler gibt es hier noch Fragen zu klären; so etwa nach den Folgekosten. mibu

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