Groß-Rohrheim

Verkehr Spatenstich für neue Zufahrt zum Kieswerk

Anwohner im Ortskern atmen auf

Groß-Rohrheim.Der Weg zur neuen Omlor-Zufahrt für das Kieswerk in Groß-Rohrheim hat sich über Jahre hingezogen: mit viel Bürokratie, langwierigen Genehmigungsverfahren, Gesprächen, Beschwerden und Einsprüchen. Inzwischen liegen alle Genehmigungen vor, und mit dem symbolischen Spatenstich beginnt der Bau. Etwa acht Wochen soll es dauern, spätestens Mitte August soll die neue Zufahrt zum Kieswerk fertig sein. Sie soll den Schwerlastverkehr aus Groß-Rohrheim bringen und die Anwohner an den Hauptverkehrswegen, Korn- und Speyerstraße, entlasten. Lkw sollen künftig nicht mehr durch den Ort rollen.

Die Belastung der Anwohner war bislang hoch, zudem kreuzte der Schwerlastverkehr noch den Schulweg. Die Firma Omlor investierte deswegen vor Jahren schon in eine Ampelanlage in Groß-Rohrheim, um die Sicherheit zu erhöhen.

Derzeit 20 Laster durch den Ort

„Die neue Zufahrt wird für Entlastung und Erleichterung sorgen“, ist Omlor-Geschäftsführer Christoph Kopper überzeugt. Schon jetzt versuche das Unternehmen, den Lkw-Verkehr zu reduzieren. Bis zum Bauende der neuen Zufahrt sollen pro Tag nur 20 Laster zum Kieswerk fahren. Kopper bedauerte, dass es bis zum Spatenstich so lange gedauert hat. Er bedankte sich bei den Anwohnern für ihr Verständnis sowie bei Bürgermeister Rainer Bersch, den Gemeindevertretern und dem -vorstand für ihre Unterstützung.

Dass es diesbezüglich viel Druck gab, sei unbestritten, auch Widerstände hätten sich aufgetan. „Das ,Wir’ geht nun in eine weitere Phase“, betonte Kopper jedoch. Die Zusammenarbeit hinsichtlich des Abbaus von Sand und Kies in Groß-Rohrheim wurde mit der Gemeinde schriftlich festgehalten.

Kosten von 700 000 Euro

Omlor finanziert die neue, rund 700 000 Euro Zufahrt. Also deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 500 000 Euro. Der Baubeginn verschob sich am Ende noch einmal um vier Wochen, doch nun kann es offiziell losgehen. Geplant ist, die Zufahrt von beiden Richtungen von der Bahnlinie aus zu bauen. Deren Anbindung wird vom Kieswerk auf die L 3261 sowie über Bibliser Gemarkung führen. Das Architekturbüro habe große Herausforderungen meistern müssen, so Kopper. Denn es müssten zahlreiche Leitungen für Gas und Wasser im Baubereich berücksichtigt werden. Zudem muss ein Fachunternehmen die Bahnquerung über die Schienen, die zum Kernkraftwerk führen, realisieren. Alle anderen Arbeiten übernimmt das Tiefbauunternehmen Diringer und Scheidel aus Mannheim. Zum Spatenstich kam Frank Grohmann, Abteilungsleiter Tiefbau, nach Groß-Rohrheim.

Nach der Fertigstellung sollen täglich gut 50 Laster über die Zufahrt zum Kieswerk gelangen. Damit diese Stecke tatsächlich nur von Nutzungsberechtigten wie Kieslastern oder Landwirten befahren wird, soll ein Schrankensystem mit Chip installiert werden. str

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