Groß-Rohrheim

Naturschutz Drei Jungtiere grasen künftig in der Groß-Rohrheimer Hammeraue / Am 4. August wird Begrüßung gefeiert

Auerrinder auf neuer Weide

Archivartikel

Gross-Rohrheim.Im Naurschutzgebiet Hammeraue in Groß-Rohrheim werden drei Auerrinder angesiedelt. Der Förderkreis Große Pflanzenfresser hat dort in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein eine Weide angelegt und will dort am Samstag, 4. August, 11 Uhr, die drei neuen Bewohner, Jungtiere aus eigener Züchtung, begrüßen. Alle Interessierten sind willkommen.

Der Verein, der vor drei Jahren gegründet worden ist, hat seine Keimzelle in Lorsch und arbeitet dort auch mit dem Freilichlabor Lauresham zusammen, das ein international angelegtes Rückzüchtungsprojekt des im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerrinds betreibt.

„Ziel unseres Vereins ist es, die Vielfalt der Arten zur fördern, insbesondere der Pflanzen und Insekten“, berichtet der zweite Vorsitzende Volker Knaup, der in Einhausen wohnt. Denn im Umfeld der Kühe und Rinder fühlen sich reihenweise Insekten und Pflanzen besonders wohl.

Auch der Züchtung von Wasserbüffeln hat sich der Verein verschrieben. Ihm gehören rund 50 Mitglieder an, darunter auch Landwirte, Tierärzte und andere, die beruflich mit Tieren und Naturschutz zu tun haben.

Bei seinen Projekten arbeitet der Förderkreis eng mit den Kommunen, den Landwirten und den Jägern zusammen. So gibt es rund um die renaturierte Weschnitz an der Wattenheimer Brücke in Lorsch eine Herde des Auerochsenrückzüchtungsprojektes.

Auch in Einhausen sind Auerochsen angesiedelt. An der Erlache in Bensheim und auf den Grasellenbacher Wiesen weiden außerdem Wasserbüffel. Mit Groß-Rohrheim ist der Verein vor zwei Jahren ins Gespräch gekommen.

Die Hammeraue falle als Naturschutzgebiet in die Verantwortung des Regierungspräsidiums, das die Ansiedlung der drei Rinder unterstützt. Die Fläche gehört dem Land. „Wir bekommen diese kostenfrei zur Verfügung gestellt“, freut sich Knaup. Im Gegenzug profitiere aber auch das Land davon, da die Fläche vom Förderkreis entsprechend gepflegt werde.

Info: Mehr Informationen unter megaherbivoren.de

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional