Groß-Rohrheim

Ausstellung Züchter in Groß-Rohrheim stellen ihre Tiere den Wertungsrichtern vor / Freude über gute Noten / Veranstaltung im Gedenken an Josef Folcz

Beim Geflügel kommt’s auf die Feinheiten an

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Für manchen sieht jede Taube oder jedes Huhn aus wie das andere. Aber Kenner wissen, dass es anders ist. Viele Feinheiten und Details sowie rassetypische Merkmale machen aus jedem Tier etwas Besonderes. Die Blicke der Wertungsrichter und der Besucher bei der Josef-Folcz-Gedächtnisschau des Rassegeflügelzuchtvereins Groß-Rohrheim waren auf 126 Tiere gerichtet, die von 13 Züchtern aus dem Verein präsentiert wurden.

Sechs mal gab es die Note „hervorragend“, einmal die höchste Bewertung „vorzüglich“. Diese ging an Peter Weigl und seine Henne der Rasse New Hampshire goldbraun. Sie war zudem eines von zwei zum „Besten Tier“ der Schau gekrönten Tiere. Zwei Preisrichter standen vor Ort bereit, jeder konnte ein „Bestes Tier“ bestimmen. Neben der Henne von Weigl erlangte auch Gottfried Schögels Taube Coburger Lerche silber mit Binden diese Auszeichnung. Er erhielt zudem für dieses Tier sowie für eine weitere Coburger Lerche jeweils ein „hervorragend“.

In der gleichen Rasse wurde auch Wolfgang Triebel mit einem „hervorragend“ ausgezeichnet. Ein weiteres „hervorragend“ ging an Peter Weigel für eine Elsässer Gans grau. Bernd Germann erhielt für zwei Tauben der Rasse Deutsche Modeneser Schietti schwarz das Prädikat „hervorragend“. „Diese Rasse gefällt mir einfach, sie sehen stolz und sehr elegant aus“, erklärte Germann. Insgesamt zwölf Deutsche Modeneser der Farbe Schietti schwarz hatte er ausgestellt.

Die Richter achteten auf eine schöne ausgeprägte Brust, auf einen runden Kopf, und darauf, dass die schwarze Färbung bis in die Schwingen verläuft, der Hals einen schönen Grünschimmer hat, der ins Lila übergeht. Die Flügel sollten nicht überkreuzt getragen werden. „Man muss auf vieles achten, für Laien sieht jedes Tier oft gleich aus“, sagte Germann schmunzelnd.

Verantwortungsvolles Hobby

Vereinsvorsitzender Heinz Schollmaier freute sich, dass die ausstellenden Mitglieder ihren züchterischen Zielen ein Stück näher gekommen sind. Für die Zukunft des Vereins wünscht er sich weiterhin engagierte Züchter, die ihr Hobby leben und weiterführen, sowie Nachwuchszüchter, die sich schon in jungen Jahren für die Rassegeflügelzucht begeistern können und interessierte Menschen, die zu den Ausstellungen des Vereins kommen.

Dass ein Hobby mit lebenden Tieren auch eine große Verantwortung ist, dem stimmten Gäste wie Bürgermeister Rainer Bersch, Kreisbeigeordneter Karsten Krug sowie die Vertreterinnen aus dem Hessischen Landtag Karin Hartmann (SPD) und Birgit Heitland (CDU) zu. Sie betonten alle, wie wichtig das Engagement des Vereins sei: zur Aufrechterhaltung der Tradition und der Zucht, hier vor allem auch für die Arterhaltung.

Der Zusammenhalt der Mitglieder wurde auch darin deutlich, dass sie ihre Rassengeflügelschau im Gedenken an das verstorbene, langjährige aktive Mitglied Josef Folcz ausrichteten.

Ausstellungsleiterin Simone Lutzi berichtete, dass mit 126 ausgestellten Tiere die Anzahl der letzten Schau beinahe erreicht wurde. Zu sehen waren Tiere aus den Bereichen Wassergeflügel, Hühner und Tauben. „Ja, unser Hobby macht Arbeit, aber vor allem haben wir viel Spaß dabei“, betonte Lutzi. str

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