Groß-Rohrheim

Lindenhofschule Gruselige Geschichte gefällt den Kindern

Bürgermeister liest vor

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten fanden Aktionen statt: in Tropfsteinhöhlen, Sternwarten, Gefängnissen, Zügen oder im Hallenbad. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Nun war es wieder so weit: Erneut hatten die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die „Stiftung Lesen“ zum bundesweiten Vorlesetag aufgerufen. Der fand unter anderem auch in der Bibliothek der Groß-Rohrheimer Lindenhofschule statt. Die Aktion gibt es bereits seit 2004.

Damit reiht sich die Schule ein in die anderen rund 690 000 Vorleser und Zuhörer, die an diesem Tag deutschlandweit mitgemacht haben. Auch Landrat Christian Engelhardt unterstützte die Aktion und weilte diesmal an einer Bensheimer Grundschule. Engelhardt war vor zwei Jahren in der Groß-Rohrheimer Lindenhofschule zu Gast, um hier vorzulesen. „Bücher fördern nicht nur die Lese-, Sprach- und Schreibfähigkeiten der Kinder, sondern sie eröffnen Kindern und Erwachsenen vor allem auch neue Welten und Erfahrungen“, hatte der Landrat den Wert des Lesens zusammengefasst. Lesen fördert aber nicht nur die Sprachkompetenz, sondern es führt auch dazu, dass Kinder lernen, sich über einen längeren Zeitraum besser zu konzentrieren. So kann das Vorlesen für jüngere Kinder auch zu einem ganz wichtigen Tagesritual werden.

Am Vorlesetag beteiligten sich auch zahlreiche Prominente wie Künstler, Schauspieler, Politiker und Musiker. Groß-Rohrheims prominenter Vorleser war Bürgermeister Rainer Bersch. Er las am frühen Vormittag zunächst den Erst- und Zweitklässlern die Geschichte vom „Neinhorn“ vor. Darin geht es um ein Einhorn, das zu allem immer nur „Nein“ sagt.

Ein echter Geist

Gruselig wurde es bei den Klassen drei und vier. Ihnen las Bersch die Geschichte „Gespensterfenster“ vor. Jonah, von seinen Brüdern als klein, dumm und ängstlich verspottet, geht abends immer auf den Dachboden und liest dort in Comic-Heften, in denen es von Geistern und Monstern nur so wimmelt. Dann lernt er auch noch einen echten Geist, das Gespenstermädchen Mina kennen. Den Schülern der Lindenhofschule gefielen die vorgelesenen Geschichten, sie hörten aufmerksam zu.

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