Groß-Rohrheim

Fußball Vorsitzender Klaus Anthes geht ins 43. Amtsjahr beim FC Alemannia / Neue Satzung tritt ab Januar in Kraft

Corona reißt Loch in Vereinskasse

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das gibt es aktuell wohl nirgends im Kreis Bergstraße: Einen Vorsitzenden, der 42 Jahre lang die Geschicke des Vereins lenkt und dies auch im 43. Jahr weiter tun wird. Einstimmig wurde Klaus Anthes (kleines Bild) zum alten und neuen Vorsitzenden des Fußballvereins FC Alemannia Groß-Rohrheim gewählt. Doch vor den Wahlen galt es, noch ein weiteres wichtiges Thema zu besprechen, nämlich die Vorstellung der runderneuerten Vereinssatzung. 30 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung ins Vereinsheim gekommen. Aktuell hat der Verein 350 Mitglieder.

Die Mitglieder hatten einiges abzuarbeiten, weshalb die Sitzung über zwei Stunden dauerte. In seinem Jahresbericht ging Anthes auf verschiedene Ereignisse und Veranstaltungen ein. Er sagte, dass es mangels Teilnahme keine Frauenmannschaft mehr gebe. 2019 hatte der Verein noch an diversen Großveranstaltungen wie Maimarkt, Kerwe oder Nikolausmarkt teilgenommen. Das entfiel dieses Jahr gänzlich und bedeutete fehlende Einnahmen für die Vereinskasse.

Der Dank des Vorsitzenden galt auch der Arbeit der zwei Schiedsrichter im Verein. „Der Winterrasenplatz wird kommen“, erklärte er weiter. Das Ganze sei in den politischen Gremien der Gemeinde auf den Weg gebracht worden. Nun müsse man bis zur Umsetzung Geduld haben.

Es sei schön, ein Vereinsheim zu haben, doch das Gebäude mit seiner Gaststätte verursache jährlich Kosten in Höhe von 5000 Euro. Ausgaben, die wegen Corona – die Gaststätte war wochenlang geschlossen – nicht aufgefangen werden konnten. Im Anschluss verlas Anthes die neue Satzung. Sie war zuletzt vor 22 Jahren geändert worden. Wegen zahlreicher rechtlicher Veränderungen musste diese nun komplett überarbeitet werden. Die neue Satzung tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft.

Heinz Gruber ging auf die sportliche Lage der ersten und zweiten Mannschaft ein. Vor dem Lockdown belegte die erste Mannschaft einen Abstiegsplatz, doch man war mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet, der Mut machte. Gruber kritisierte die Trainingsfaulheit einiger Spieler, insbesondere in der Winterpause. Ein Novum ist der dem Verein angeschlossene Männerchor FC Sängerquartett. Dieser hat derzeit 15 Mitglieder. Allerdings ruhen wegen der Pandemie die Proben. Rechner Klaus Herbold berichtete von einem Minus in seiner Kasse.

Abschließend gab es noch zwei Ehrungen, die Kreisfußballwart Reiner Held im Namen des Hessischen Fußballverbandes vornahm. Volker Hertweck erhielt für seine 40-jährige Vereinstätigkeit eine Urkunde. Die Ehrennadel in Bronze bekam Rechner Klaus Herbold für 22 Jahre Vorstandsarbeit. (Archivbild: Berno Nix)

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