Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Groß-Rohrheims Trainer Holdefehr sieht trotz 41:33 gegen Offenbach Verbesserungspotenzial

Deckung als Achillesferse

Groß-Rohrheim.Für die Zuschauer in der Groß-Rohrheimer Bürgerhalle war es ein Festtag: Tore im 30-Sekunden-Takt, ein Spiel mit offenem Visier. Aber Sascha Holdefehr, Trainer des Handball-Landesligisten TV Groß-Rohrheim, blickte mit gemischten Gefühlen auf den 41:33 (20:14)-Heimsieg gegen die Offenbacher Kickers: „Natürlich bin ich erstmal zufrieden, wenn wir zu Hause deutlich gewinnen. Aber wenn wir nach vorne blicken, dann ist auch klar, dass wir uns schleunigst in der Deckung wieder stabilisieren müssen. Das war heute keine Leistung, mit der wir beispielsweise am kommenden Wochenende in Pfungstadt gewinnen können“, richtete Holdefehr seinen Blick gleich wieder nach vorne.

Wie erwartet begannen die Offenbacher mit einer extrem offensiven 3:3-Deckung und versuchten damit, die Groß-Rohrheimer zu Fehlern zu zwingen. Doch die Gastgeber spielten ihr Tempo aus und nach dem 12:11 (20.) auch ihre konditionellen Vorteile. „Wir hatten immer noch zuzusetzen, während die Kickers schon Probleme bekamen“, sah Holdefehr einen großen Vorteil auch im breiter besetzten Kader. Bis auf sechs Tore (20:14) zog der TVG davon und hatte auch nach dem Seitenwechsel immer die passende Antwort parat.

Kickers stellen Abwehr um

Offenbach interpretierte zuerst die 3:3-Deckung etwas defensiver, als das auch nicht fruchtete, stellten sie auf eine 5:1 um -– aber Groß-Rohrheim hatte stets die Mittel, die Defensive zu knacken. Ab dem 26:21 (41.) zogen die Ried-Handballer wieder davon und sorgten spätestens beim 34:25 zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Die Gäste kamen zwar letztlich auch auf 33-Treffer, aber als Niklas Fries mit der Schlusssirene Tor Nummer 41 für den TVG markierte, war der Jubel in der Bürgerhalle groß.

Sonderlob für Niklas Fries

Apropos Niklas Fries: der gerade erst dem A-Jugendalter entwachsene Groß-Rohrheimer machte erneut ein richtig starkes Spiel: „Er übernimmt in den letzten Wochen immer wieder Verantwortung, springt in die Bresche für verletzte Leistungsträger wie Sebastian Haas und macht seine Sache richtig gut“, lobte Holdefehr den Youngster. Ein Sonderlob verdienten sich auch Till Hass und Andreas Ochs sowie der trotz der Flut an Gegentreffern starke Torhüter Alexander Wägerle. „Die beiden Punkte gegen einen direkten Konkurrenten waren natürlich enorm wichtig. Aber jetzt müssen wir schauen, dass die Deckung wieder besser wird. Das ist aktuell unsere Achillesferse“, so Holdefehr, der auch darauf aufmerksam macht, dass seine Mannschaft ihre fünf Punkte bislang alle in eigener Halle holte: „Wenn wir jetzt auch auswärts mal punkten wollen – was zwingend nötig ist –, dann müssen wir defensiv anders auftreten“, will der erfahrene Trainer in dieser Woche die Abwehrarbeit in den Mittelpunkt der Trainingseinheiten stellen. „Wir können auf alle Fälle mehr, als wir jetzt gezeigt haben.“

TVG-Tore: Ochs (12/4), Fries (8), Till Haas (6), Sziebert (4), Anthes (3/1), Kohl, Kautzmann (je 2), Ehlert, Stumpf, Banghard, Olf (je 1). me

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