Groß-Rohrheim

Sport- und Kulturausschuss Groß-Rohrheimer Kommunalpolitiker schauen sich die Bürgerhalle an / Anschließend Sitzung

Einige Mängel bereits behoben

Groß-Rohrheim.Eine gelöste, ja beinahe fröhliche Stimmung herrschte in der jüngsten Sitzung des Sport- und Kulturausschusses in Groß-Rohrheim. Zunächst hatte sich das Gremium in der Bürgerhalle zu einer Begehung getroffen. Denn im vergangenen Jahr hatte es einige Beschwerden gegeben.

Zunächst wurden die Zuständigkeiten klar gestellt: Die Bürgerhalle als Sporthalle untersteht der Verantwortung des Kreises Bergstraße. Schäden oder Probleme müssen deshalb an den Kreis gemeldet werden. Der kleinere Bürgerhallenanbau liegt in der Verantwortung der Gemeinde. Bei der Begehung wurde festgestellt, dass einige der Mängel bereits behoben waren. So galt es letztlich, nur kleinere Probleme aufzunehmen, wie etwa herunterhängende Leuchtenabdeckungen oder nicht feuchtraumgeeignete Türen im Sanitärbereich.

Wieder zurück im Sitzungszimmer nahm der Ausschuss zur Kenntnis, dass auf die Gemeinde demnächst ein fünfstelliger Betrag zukommt. Es handelt sich um den Zuschuss für die Komplett-Sanierung des Dachs der evangelischen Kita. Die Gemeinde muss 50 Prozent übernehmen. Wie Bürgermeister Rainer Bersch mitteilte, wird die Baumaßnahme rund 57 000 Euro kosten. Allerdings muss sich die Kirchengemeinde noch um Fördergelder kümmern. Wie Bersch informierte, sei das Material des Dachs nicht tragfähig. Daher soll es durch eine Hartdämmung ersetzt werden.

Bands aus der Sitzung angerufen

Länger diskutiert wurde über das Musikprogramm zur Kerwe, die vom 22. bis 24. August stattfindet. Hier gab es Kritik von der SPD an der Verwaltung. Alexandra Walz hatte erklärt, dass sie auf ihre Anfragen bei den Musikern entweder Absagen oder gar keine Nachricht erhalten habe. „Wir haben uns die Mühe gemacht, acht Bands auszusuchen, um vor allem für den Kerwe-Sonntag auch mal was anderes zu bieten. Doch das heute vorgelegte Ergebnis ist sehr ernüchternd. Da muss man auch mal mehr Initiative ergreifen“, sagte Uwe Hofmann. Einige Ausschussmitglieder riefen noch während der Sitzung bei verschiedenen Bands an. So kam zumindest eine positive Rückmeldung der Sandbach Boys.

Der Kerweverein wünscht sich die Band „Sounds“ für den Samstagabend. Ob nun Double Pi oder die Sandbach Boys am Sonntag aufspielen werden, bleibt noch offen. Denn ohne Haushalt, so Bersch, könne man ja auch keine Verträge abschließen. Das Ganze wird nun erst im April entschieden. Die Eintrittspreise – 7 Euro Vorverkauf, 8 Euro an der Abendkasse – bleiben stabil.

In Sachen Maimarkt, der nur kurz angesprochen wurde, gab es zu hören, dass es eine Modenschau geben wird. Die Polizei wird eine Fahrrad-Codierung anbieten. Das Programm auf der neuen zweiten Bühne wird die Musikkiste gestalten.

Wunschliste fürs Sportgelände

Der Prüfantrag der CDU für den Bau eines Multifunktionsspielfelds liegt inzwischen vor und soll der Gemeindevertretung zur Kenntnis gebracht werden. Dann kann ein Antrag gestellt werden, wie und was gebaut werden soll. Auch das Thema wird noch einmal im Ausschuss beraten. Gleiches gilt für die Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplanes.

Planer Rolf Schepp hat dazu einen ausführlichen Entwurf erstellt, der vorab in den Fraktionen beraten wird. Dabei müsse einiges von der Wunschliste separat betrachtet werden, ergänzte Bürgermeister Bersch. Er nannte zum einen den Winterrasenplatz oder das Multifunktionsspielfeld sowie den Bewegungsparcours, das Kleinspielfeld, die Laufbahn oder die Skateranlage.

Für den Bau des Winterrasenplatzes erhofft sich Groß-Rohrheim einen Zuschuss von der Hopp-Stiftung. Dazu muss ein Eigenanteil angegeben werden, der zuvor im Gemeindeparlament beschlossen wurde. Überrascht war der Ausschuss über den Eigenanteil des FC Alemannia, der mit 10 000 Euro und einigen sachlichen Eigenleistungen geringer ausfällt als gedacht.

Abschließend sprach der Sport- und Kulturausschuss noch über den Jugendrat. Der hat bislang noch nicht getagt. Auch zu den Sitzungen, zu denen Mitglieder eingeladen waren, war noch niemand erschienen. Nach kurzer Diskussion einigte sich der Ausschuss darauf, dem Jugendrat die Grundlagen seiner Arbeit und die Funktionsweise von Lokalpolitik genau zu erklären. Dazu soll es eine Zusammenarbeit mit dem Bürstädter Jugendrat geben. Außerdem wird ein Sozialarbeiter aus dem Lautertal, der sich um den dortigen Jugendrat kümmert, nach Groß-Rohrheim eingeladen werden.

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