Groß-Rohrheim

Handball-Bezirksoberliga TV Groß-Rohrheim will die Euphorie des Aufstiegs nutzen und peilt einen einstelligen Tabellenplatz an

„Es ist Zeit, dass es jetzt losgeht“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Der Saisonstart für die Handballer des TV Groß-Rohrheim rückt mit großen Schritten näher. Am 16. September geht es mit der Partie bei der HSG Langen los. Nach der letztlich souveränen Meisterschaft in der A-Liga ist die Bezirksoberliga die neue Herausforderung für Trainer Sascha Holdefehr und seine Spieler. Und bei allem Respekt vor der Konkurrenz: Nur mit dem Klassenerhalt will man sich beim TVG nicht zufrieden geben. Ein einstelliger Tabellenplatz soll am Ende schon herausspringen. „Dazu ist das Potenzial auf alle Fälle vorhanden“, ist Holdefehr überzeugt.

Wohin die Reise in der Bezirksoberliga tatsächlich gehen wird, darüber ist sich der Coach noch nicht sicher: „Dazu kenne ich die Liga nichtgut genug. Gerade die beiden ersten Gegner – Langen und die SKG Bonsweiher – kann ich noch nicht einschätzen. Da bin ich noch auf der Suche nach Informationen“, erklärt der Coach. Ein Anhaltspunkt könnte aber der Auftritt seiner Mannschaft beim eigenen Sebastian-May-Turnier am vergangenen Wochenende geben: Da bekam es der TVG mit dem Liga-Rivalen TV Lampertheim zu tun und gewann nach ausgeglichener Partie im Endspurt mit 21:17. „Natürlich hat das nicht so viel Aussagekraft, aber Lampertheim wird in diesem Jahr weit oben in der BOL erwartet und das sollte uns schon Selbstvertrauen geben“, so Holdefehr.

Zum Auftakt gegen Langen

Nach der langen und intensiven Vorbereitung mit vielen Testspielen sieht der Trainer das Team bereit: „Es ist Zeit. dass es jetzt los geht.“ Und Holdefehr kann auch dem schweren Saisonstart etwas positives abgewinnen: „Vielleicht ist es leichter, bei einer etablierten Mannschaft wie Langen zu starten, als zu Hause gegen einen Gegner, der eher unten in der Tabelle erwartet wird. Der Druck liegt in diesem Spiel eindeutig auf Langen.“

Mit einer gewissen Euphorie nach dem Aufstieg und dem Wissen über die eigene Qualität wollen die Ried-Handballer aber gleich für Furore sorgen. Dabei stehen vier Neuzugänge drei Abgängen gegenüber. Wobei selbst die Neuen alte Bekannte sind: Kevin Kehl kommt aus der eigenen zweiten Mannschaft wieder dazu und will auf Außen für Torgefahr sorgen. Aus der eigenen Jugend rücken die Rückraumspieler Ryan Haas und Alexander Hess nach. Beide haben in den Testspielen schon gezeigt, dass sie zu Alternativen werden können, „aber wir werden sie behutsam aufbauen, damit sie zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden“, ist Holdefehr überzeugt, dass beide Fuß fassen werden.

Wieder im Kader steht Felix Stumpf. Eigentlich hatte er wegen seines Studiums pausiert, ist nun aber an eine Hochschule in der Region gewechselt und steht damit wieder zur Verfügung. „Mit ihm hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Jetzt hat er die komplette Vorbereitung mitgemacht und sich im Rückraum sehr gut entwickelt“, lobt Holdefehr. Verzichten muss Groß-Rohrheim zum Saisonstart noch auf die beiden Langzeitverletzten Lukas Baumann und Oliver Sziebert. Beide Rückraumspieler laborieren noch an den Folgen von Knieverletzungen. Inzwischen sind sie zu den Übungseinheiten zwar schon wieder in der Halle, absolvieren aber zumeist noch ihr eigenes Trainingsprogramm an der Seite. „Ich hoffe, dass sie im Laufe der Hinrunde wieder dabei sind“, so Holdefehr. Ungewiss ist noch das Comeback von Christoph Penn, der die Vorbereitung fast komplett verpasste. Eine Diagnose steht noch bei Sebastian Haas aus, der Schulterprobleme hat.

Zu den Favoriten zählt Holdefehr die MSG Crumstadt/Goddelau, aber auch Lampertheim mit seiner eingespielten Mannschaft und die SKG Bonsweiher. „Die Bonsweiherer sind sehr schwer einzuschätzen“, ist der TVG-Coach gespannt, was der neue Trainer der Odenwälder, der ehemalige Bundesliga-Profi Frank Schmiedel, bewegt.

Insgesamt wird mit einer spannenden Saison gerechnet, nachdem die Übermannschaft Fürth/Krumbach in die Landesliga aufgestiegen ist. „Unser Ziel muss es sein, frühzeitig Punkte zu sammeln und uns erstmal im Mittelfeld zu stabilisieren. Dann schauen wir weiter. Wenn wir von weiteren Verletzungen halbwegs verschont bleiben, bin ich mir sicher, dass wir eine gute Runde spielen können“, sagt Holdefehr. me

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