Groß-Rohrheim

Politik Zwei Neubaugebiete in Groß-Rohrheim geplant

Gemeinde weist neue Bauplätze aus

Groß-Rohrheim.Die Gemeinde Groß-Rohrheim plant, den vierten und letzten Teil des Neubaugebiets „Elf Morgen“ für die Bebauung freizugeben. Die anderen drei Teile – nördlich und südlich davon – sind bereits realisiert. Das Gebiet „Elf Morgen Abschnitt IV“ ist 1,47 Hektar groß. Details erläuterte Lothar Mundt vom Planungsbüro Stadt-Haus-Raum in der Sitzung des Bauausschusses.

Das Gebiet erstreckt sich östlich der Mozartstraße und liegt neben dem Kindergarten. Es soll in zwei Bereiche aufgeteilt werden: Der westliche Teil ist als Mischgebiet geplant, der östliche als eingeschränktes Gewerbegebiet. Wegen der nahen Wohnbebauung seien bestimmte Lärmgrenzen einzuhalten. Laut Planer könne das Mischgebiet nicht als reines Wohngebiet ausgewiesen werden. Das sehe der Regionalplan Südhessen nicht vor.

Die Von-Weber-Straße soll durchgängig zwischen den Teilgebieten verlaufen. Den östlichen Teil könnte ein Fuß- und Radweg abschließen, der den Brahmsweg mit der Schücostraße verbinde. Darüber wollen die Politiker noch einmal beraten. „Die Trauf- und Firsthöhe im neuen Gebiet richtet sich an der umliegenden Bebauung“, erklärte Ingenieur Mundt. Der Ausschuss votierte einstimmig für den Vorentwurf und gab eine klare Empfehlung an das Gemeindeparlament. So soll das Verfahren in die nächste Runde gehen: mit Offenlegung und Anschreiben an Behörden sowie Träger öffentlicher Belange.

Weiter fortgeschritten sind die Planungen fürs Neubaugebiet „Am Bibliser Weg III“. Planer Rolf Schepp berichtete von den Anregungen im Beteiligungsverfahren. „Da gibt es nichts Unüberbrückbares.“ Zehn Stellungnahmen zum Naturschutz, Ausgleichsflächen und das Thema Immissionsschutz wurden kurz beraten. „Bei der geplanten Lärmschutzwand haben wir gemacht, was möglich ist“, sagte Schepp. Im Erdgeschoss würden die geforderten Werte eingehalten. Im Obergeschoss sollten die künftigen Bewohner ihre Schlafzimmer in den Bereich abseits der Straße verlegen. Der Satzungsbeschluss könnte Mitte Dezember erfolgen und die Vergabe der Bauplätze etwa in einem Jahr. Zuvor müsse unter anderem die Erschließung erfolgen. Der Ausschuss sagte dazu einstimmige Ja.

Am Bahnhof sollen noch im November Hecken, Bäume und Sträucher gepflanzt werden, kündigte Klaus Menger an. Nach den Bauarbeiten werde alles so hergerichtet, wie es vorher war. Irritationen gab es aber in Sachen Boule-Bahn dort. Die Deutsche Bahn habe sie nach Wünschen des Clubs angelegt. Dass der Verein die Gemeinde um einen Zuschuss für eine neue Anlage an anderer Stelle gebeten hat, verwirrte die Politiker. „Die Anlage am Bahnhof ist zu klein für unsere Spiele in der Hessenliga, außerdem fehlen Toiletten, und der neue Schotter wurde falsch gemischt“, erklärt der Vorsitzende Heinz Dellbrügge auf Anfrage. Deshalb spielen sie auf dem Hartplatz der Alemannia. Doch wenn der zum Winterrasenplatz umgebaut werde, habe der Club ein Problem. Mit der Bahn liegt Dellbrügge im Clinch: „Die Firma muss das ändern und die richtige Schottermischung auftragen.“ mibu

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