Groß-Rohrheim

Handball Beim Sebastian-May-Turnier fehlen dem TV Groß-Rohrheim einige wichtige Spieler / 21:17 im Derby gegen TV Lampertheim

Generalprobe mit eingeschränkter Aussagekraft

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Am Sonntagabend wusste man beim TV Groß-Rohrheim nicht so recht, wie man den Auftritt beim Sebastian-May-Turnier einzuschätzen hat. Bei der eigenen Veranstaltung wurde das Bezirksoberliga-Team von Trainer Sascha Holdefehr Zweiter im Vierer-Teilnehmerfeld, aber angesichts einiger Ausfälle war das Turnier in der Bürgerhalle nicht die gewünschte Generalprobe für die in zwei Wochen beginnende Saison. „Die, die dabei waren, haben ihren Job sehr gut gemacht“, lobte Holdefehr insbesondere die Rückraumreihe Till Haas, Andreas Ochs und Florian Olf.

Keine zwei Meinungen gab es indes bezüglich der Organisation und des Ablaufs der Veranstaltung. Der Zuschauerzuspruch stimmte und die Handball-Abteilung des TVG erwies sich einmal mehr als sehr guter Gastgeber für Gäste-Teams und Fans. „Die Zuschauer wissen schon, dass es hier richtigen Handball zu sehen gibt“, erklärt Holdefehr. „Kurz vor Rundenbeginn sind alle Mannschaften schon sehr weit und für gewöhnlich sind die Leistungen schon aussagekräftig.“

Das war allerdings diesmal nur bedingt der Fall. So trat der Landesligist HSG Fürth/Krumbach mit einer arg dezimierten Mannschaften an – unter anderem fehlte der überragende Torhüter Henrik Richter –, so dass am Ende nur der letzte Platz blieb. „Damit kann man natürlich nicht zufrieden sein. Aber ich bin mir sicher, dass wir zum Rundenstart anders auftreten werden“, erklärte HSG-Trainer Waldemar Rack.

Das Bezirksoberliga-Team des TV Lampertheim war zwar nahezu komplett – Spielmacher Michael Redig verpasste lediglich das erste Spiel, war aber zum Duell gegen den TV Groß-Rohrheim am Ball –, aber dennoch reichte es nur zu Platz drei. Den Ausschlag gab dabei die Partie gegen die Gastgeber: Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen, aber in der Schlussphase war Groß-Rohrheim einen Tick cleverer und setzte sich mit 21:17 durch. „Das sollte man aber nicht überbewerten. Schließlich hat Lampertheims Trainer Achim Schmied auch munter durchgewechselt“, so Holdefehr, der selbst nicht in diese Verlegenheit kam. Neben den langzeitverletzten fehlten am Sonntag auch noch Alexander Anthes (Urlaub) und Felix Stumpf (krank). Kevin Kehl stand erst am Nachmittag zur Verfügung. „Angesichts der dünnen Besetzung war ich aber schon zufrieden“, resümierte Holdefehr.

Nach dem unerwartet deutlichen 26:19-Auftaktsieg gegen Fürth/Krumbach und dem Erfolg gegen Lampertheim setzte es im letzten Spiel noch eine 13:22-Niederlage gegen den Landesligisten TSV Pfungstadt. „Für Pfungstadt war das heute keine echte Herausforderung. Wir haben trotz der Neun-Tore-Niederlage noch am Besten gegen sie ausgesehen“, erklärt der TVG-Trainer. „So war das für sie eigentlich ein Spaziergang.“

Lampertheim feierte indes noch einen schönen Achtungserfolg gegen die HSG Fürth/Krumbach, gewann gegen den Landesliga-Aufsteiger mit 20:19. Doch auch Achim Schmied ist sich sicher: „In der Runde werden wir uns anders präsentieren, da sind noch ein paar Prozent drin.“

Sowohl Lampertheim als auch Groß-Rohrheim werden nun in den nächsten zwei Wochen etwas dosierter trainieren und sich konzentriert auf den Bezirksoberliga-Rundenstart vorbereiten. Während der TVL am kommenden Wochenende noch eine Pause einschiebt, wird der TVG am Samstag (18 Uhr, Bürgerhalle) den TV Büttelborn II zu einem letzten Text empfangen. „Aber wir sind alle froh, wenn es endlich mit der Saison losgeht“, meint Holdefehr stellvertretend für seine Trainerkollegen und die Spieler nach einer langen, harten Vorbereitung. me

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