Groß-Rohrheim

CDU Zusammenarbeit mit Biblis vorgeschlagen

Gerätewart für zwei Feuerwehren

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Beim Thema hauptamtlicher Gerätewart schlägt die Groß-Rohrheimer CDU eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Biblis vor. Dies teilt CDU-Fraktionsvorsitzender Kurt Kautzmann in einem Schreiben mit. Ein hauptamtlicher Gerätewart könne beide Feuerwehren unterstützen, heißt es darin.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage in Groß-Rohrheim habe eine Mehrheit aus allen Parteien in der Gemeindevertretung gegen die Schaffung einer neuen Stelle für einen hauptamtlichen Gerätewart gestimmt. Nur so sei ein genehmigungsfähiger Haushalt erreicht worden. Denn der von Bürgermeister Rainer Bersch eingereichte Haushaltsplan habe ein Minus von 360 000 Euro aufgewiesen. Da die konjunkturelle Entwicklung für die nächsten Jahre weniger Steuereinnahmen erwarten ließen, müssten Alternativen gesucht werden. „Selbstverständlich muss die freiwillige Feuerwehr weiterhin unterstützt werden“, betont Kautzmann.

Kosten gerecht teilen

Schon im vergangenen Jahr habe die Gemeindevertretung dem Kauf eines Wechsellader-Lkw und eines Schaummittelabrollcontainers für zirka 130 000 Euro zugestimmt. „Diese Anschaffungen stärken die Feuerwehr und wurden, obwohl diese laut Kreisbrandinspektor über die gesetzlich notwendigen Vorgaben hinausgehen, beschlossen“, so Kautzmann. Und er fügt hinzu: „Für die Zukunft schlagen wir vor, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Biblis bezüglich der gemeinsamen Beschäftigung eines Gerätewartes wieder aufzunehmen.“

Die Kosten für den in Biblis angestellten hauptamtlichen Gerätewart könnten nach den Einwohnerzahlen der Gemeinden aufgeteilt werden. So müsste Groß-Rohrheim anstelle von 45 000 Euro pro Jahr nur rund 15 000 Euro bezahlen. Der Gemeindevorstand solle eine dementsprechende Vereinbarung abschließen. Die Wartung und Instandhaltung der Feuerwehrgeräte sei schon in den vergangenen Jahren vom Gerätewart der Gemeinde Biblis mit durchgeführt worden.

Tagesbereitschaft selbst leisten

Kautzmann erinnert an die bisherige Regelung, die aufgrund der nicht ausreichenden Tagesbereitschaftszahl von Feuerwehrleuten in Groß-Rohrheim eine vollständige Bezahlung des Gerätewartes durch Groß-Rohrheim beinhaltete. Diese Regelung galt bis Ende 2018. Denn mittlerweile kann die Tagesbereitschaft wieder aus eigener Kraft gewährleistet werden. „In Groß-Rohrheim gibt es zum Glück inzwischen genügend Frauen und Männer bei der Feuerwehr. Von einer neuen Übereinkunft mit unserer Nachbargemeinde würden alle Seiten profitieren“, so Kautzmann. red

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