Groß-Rohrheim

Ausschuss Zustimmung für eigenen Gerätewart / Eltern bei Betreuungsgebühren finanziell entlastet / Verlängerung der Buslinie auf Probe

Groß-Rohrheimer Feuerwehr rüstet auf

GROß-ROHRHEIM.Eine Tagesordnung mit vielen Weichenstellungen im Hinblick auf die am 19. Juni stattfindende Gemeindevertretung hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in Groß-Rohrheim abzuarbeiten.

Im Sitzungssaal des Rathauses ging es in einem Themenschwerpunkt um die Sicherstellung des Brandschutzes und daraus resultierend um die Fortschreibung der Bedarfs- und Entwicklungsplanung in den Bereichen allgemeine Hilfe und Katastrophenschutz. Bürgermeister Rainer Bersch, selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, erklärte zur Frage nach einem eigenen Gerätewart: „Es ist sinnvoller, einen eigenen hauptamtlichen Gerätewart vor Ort einzustellen und zu bezahlen, als sich bei gleichen Kosten einen Mann mit Biblis zu teilen. Wir sind an dieser Stelle nicht mehr auf die Nachbarschaftshilfe angewiesen.“

Gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag erläuterte Bersch die Einzelheiten der positiven Gesamtentwicklung der örtlichen Wehr und ihren vor allem personellen Zuwachs. Das mache es möglich und notwendig, entsprechend aufzurüsten. Vertreter aller Fraktionen waren einstimmig für einen eigenen Gerätewart in Groß-Rohrheim.

Die verbesserte und vergrößerte Personalstärke hat auch ihre Auswirkungen auf die gesamte Weiterentwicklung des Feuerwehrstützpunktes. Rainer Bersch erläuterte in einem weiteren Tagesordnungspunkt die Notwendigkeit von Erweiterungsbauten im Bereich der Fahrzeughalle und bei den Umkleiden. Zusätzliche Fahrzeuganschaffungen und Ankäufe für technische Ausrüstung sollen für eine gut ausgestattete und jederzeit einsatzfähige Feuerwehr sorgen. Auch die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans wurde von allen Finanzausschussmitgliedern befürwortet. Die daraus resultierenden Kosten sollen zu gleichen Teilen auf die Haushaltsjahre 2018 und 2019 verteilt werden.

Kostenfreie Stunden

Für eine finanzielle Entlastung der Eltern von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren stimmte die Versammlung bei der Neufassung der Gebühren für die Kindertagesstätten. Durch den Beschluss der Landesregierung, für Kinder in diesem Alter täglich sechs Betreuungsstunden in Kitas kostenfrei zu ermöglichen, kommen die Eltern nicht nur in den Genuss verlängerter Betreuungszeiten, sondern sie sparen ab dem ersten August 140 Euro an Gebühren pro Kind und Monat. Dieser Entlastung und Neufassung stimmte der Ausschuss zu, ebenso wie der daraus folgenden Änderung der Benutzungssatzung.

Einstimmig war das Votum für eine zweite Betreuungsgruppe im Bereich der Kinderkrippe, die in kommunaler Hand bleiben soll. Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung den Abschluss einer Vereinbarung mit Gernsheim bezüglich der Erhaltungskosten eines Brückenbauwerks im Ortsteil Klein-Rohrheim sowie die 13. Änderung der Entwässerungssatzung für die weitere Bebauung.

„Im Niederfeld 22“ befürwortete der Ausschuss das Einholen einer Angebotskalkulation für einen Neubau durch die Baugenossenschaft. Vertagt auf die erste Sitzung nach der Sommerpause wurde die Vorstellung eines neuen Veranstaltungskonzepts für den Maimarkt. Eine Angebotserweiterung „auf Probe“ soll es ab Dezember im öffentlichen Nahverkehr geben. Christian Sommer, Geschäftsführer der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft LNVG, erläuterte den geplanten Testverkehr – die Verlängerung der Buslinie von Gernsheim über Kreisgrenzen hinweg nach Groß-Rohrheim. Die verlängerte Buslinie soll von 5.30 bis 20.30 Uhr im Stundentakt verkehren und bis zum Bahnhof führen.

Zusätzliche Haltestellen

Zwei bis drei zusätzliche Haltestellen in Groß-Rohrheim sind ebenfalls vorgesehen „bei einer nur geringfügigen Kostensteigerung für die Gemeinde“, so Sommer. Wird die neue Linienführung angenommen, ist ein Regelbetrieb nach einstimmigen Votum der politischen Entscheidungsträger ab Dezember 2020 vorgesehen.

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