Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Holdefehr-Team verliert beim zuvor sieglosen Tabellenletzten HSG Fürth/Krumbach mit 34:37

Groß-Rohrheimer Schmach

Groß-Rohrheim.Frust pur herrschte am Samstagabend bei den Handballern des TV Groß-Rohrheim. Der Aufsteiger trudelt nach der 34:37 (14:11)-Niederlage beim bislang punktlosen Schlusslicht HSG Fürth/Krumbach dem direkten Wiederabstieg entgegen. Zwar kann das Team in den nächsten Wochen gegen Konkurrenten aus dem hinteren Tabellendrittel noch Boden gutmachen, aber die Schmach im Odenwald wird nicht so leicht aus den Trikots zu schütteln sein.

„Darüber werden wir reden müssen“, war Trainer Sascha Holdefehr mit der Einstellung einiger Akteure nicht einverstanden. „Wenn man in der Landesliga bestehen will, dann muss man auch entsprechend viel investieren. Hier beginnt der Leistungssport“, war der Coach nach dem teils blutleeren Auftritt in Fürth enttäuscht. „Wir haben in der zweiten Hälfte 26 Gegentore kassiert, haben völlig körperlos gespielt“, haderte er. „Dabei“, ist er überzeugt, „hätten 70 Prozent der Leistung, die wir in den letzten Wochen gegen starke Gegner gezeigt haben, gereicht, um hier zu gewinnen.“ So aber bleibt die Erkenntnis, dass die Groß-Rohrheimer seit fünf Spielen ohne Punktgewinn sind und als Tabellenvorletzter den Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu verlieren drohen. „Wenn das noch etwas werden soll, dann müssen wir uns in den nächsten Spielen wieder ganz anders präsentieren“, nimmt Holdefehr seine Mannschaft in die Pflicht. „Wir waren auf alle Varianten der Fürther vorbereitet, konnten aber nur wenig umsetzen.“

Fünf Spiele ohne Punktgewinn

Exemplarisch sei dabei nur der 13-fache Torschütze Fabian Beye genannt. Schon im Vorfeld sah Holdefehr ihn als „Schlüsselspieler“ an, ebenso wie Matthis Jäckel oder Routinier Sebastian Eisenhauer, die beide sechsmal erfolgreich waren. Doch die Groß-Rohrheimer fanden kein Mittel, dieses Trio zu stoppen.

Selbst hatte der TVG zwar einmal mehr Andreas Ochs, der mit 17 Treffern seine Klasse zeigte, aber ansonsten blieben viele hinter ihren Möglichkeiten zurück. „Andreas Ochs ist ein Ausnahmehandballer, der Groß-Rohrheim fast alleine im Spiel gehalten hat“, lobte Stefan Eger, Trainer der Odenwälder, den besten Torschützen der Liga. Ansonsten hatte er aber nur Lob für seine Spieler parat: „Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir heiß sind und in der zweiten Hälfte haben meine Jungs richtig aufgedreht. Wir wollten den Sieg einfach mehr.“

Dabei lief es für die Ried-Handballer in der ersten Hälfte noch halbwegs ordentlich, bis zum 9:4 (17.) sogar richtig gut. „Danach haben sich schon die ersten Fehler eingeschlichen“, bemerkte Holdefehr. Fürth verkürzte auf 9:11 (24.), doch bis zum 14:11 zur Pause verteidigte der TVG einen knappen Vorsprung. „Die Abwehr war bis zu diesem Zeitpunkt halbwegs in Ordnung, der Angriff hätte besser sein können“, so der Gäste-Coach.

Nach dem Seitenwechsel dann das bittere Erwachen: Binnen vier Minuten egalisierte Fürth und war nun hellwach, während die Groß-Rohrheimer den Hebel nicht mehr umlegen konnten. Nach dem 17:17 (37.) erhöhte Fürth/Krumbach auf 21:18 (39.) und baute den Vorsprung nach dem 23:21 (45.) bis auf 27:22 (50.) aus. Während die Fans der Odenwälder nun für Stimmung sorgten und ihre Mannschaft zum ersten Punktgewinn in dieser Saison trieben, war das TVG-Team völlig neben der Spur, zumal nun auch die Manndeckung gegen Andreas Ochs Wirkung zeigte. „Von den anderen Spielern kam einfach zu wenig Entlastung“, so Holdefehr.

Der Rückstand der Groß-Rohrheimer pendelte sich zwischen zwei und vier Toren ein, das 35:31 zwei Minuten vor dem Ende war die Entscheidung zu Gunsten des Außenseiters.

HSG-Tore: Beye (13/3), Jäckel, Eisenhauer (je 6), Helferich, Koch (je 4), Kaiser (3), Schuricht (1).

TVG-Tore: Ochs (17/6), Niklas Fries (4), Till Haas, Olf (je 3), Sziebert, Banghard (je 2), Heß, Ehlert, Anthes (je 1). me

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