Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Partie bei den Offenbacher Kickers aufgrund der hohen Infektionszahlen verlegt / Haas und Anthes spielen wegen Pandemie vorerst nicht

Groß-Rohrheimer Start verschiebt sich

Groß-Rohrheim.Die Unsicherheit bei den Handballern des TV Groß-Rohrheim ist groß vor dem Start der neuen Landesliga-Saison. Zum einen hat der neue Trainer Tim Borger eine neue Mannschaft mit einer neuen Hierarchie zu formen, zum anderen schwebt das Thema Corona wie ein Damoklesschwert über dem TVG. Schon der geplante Saisonstart am Samstagabend bei den Offenbacher Kickers wurde auf Grund der hohen Infektionszahlen in Offenbach verlegt: „Nachdem dort die Infektionszahlen durch die Decke gehen, wollten wir nicht dorthin fahren“, erklärt Borger, der dabei auch Rückendeckung von seinem Abteilungsleiter Hans-Peter Erlemann Rückendeckung erhielt. Nun ist der Start am Sonntag, den 25. Oktober, beim TSV Pfungstadt vorgesehen.

Dass die Groß-Rohrheimer bei allen Vorbehalten in die Runde gehen werden, ist für den neuen Coach klar. „Es ist eine seltsame Situation: Einerseits freut man sich, dass endlich wieder der Wettkampf losgeht, andererseits hat man angesichts steigender Infektionszahlen ein ungutes Gefühl“, so Borger. „Wir haben alle Familien, auf die wir achten müssen, haben Berufe, von denen wir leben. Da kommt das Hobby Handball erst dahinter“, erklärt er und kann es sehr gut verstehen, dass mit Till Haas und Alexander Anthes zwei seiner Leistungsträger entschieden haben, wegen der Pandemie vorerst nicht zu spielen. „Das respektiere ich und das geht anderen Mannschaften ganz genauso“, weiß der Übungsleiter aus Gesprächen mit Trainerkollegen. Entsprechend hält er die neue Saison für sportlich fragwürdig. „Wenn es nach mir gehen würde, gäbe es eine Saison mit Freundschaftsspielcharakter, in der man auch kurzfristig auf veränderte Situationen reagieren kann.“

Eine große Aufgabe stellt für Borger die sportliche Situation dar: Nach dem Karriereende von Andreas Ochs gilt es, eine neue Hierarchie aufzubauen. Ich habe schon einige Zeit benötigt, um die Mannschaft entsprechend kennenzulernen. Und es ist schon zu spüren, dass Andreas zuletzt die spielbestimmende Figur war und immer wieder gesucht wurde und Verantwortung übernommen hat. Das muss nun auf mehrere Schultern verteilt werden“, erläutert der am vergangenen Samstag 36 Jahre gewordene Coach. Mit Sebastian Haas und Lukas Baumann hat er noch zwei weitere Leistungsträger der vergangenen Jahre zur Verfügung, wobei beide immer noch angeschlagen sind und sich mit Blessuren herumplagen. „Da muss man einfach abwarten, wie es sich entwickelt und ob sie regelmäßig spielen können“, so Borger.

Ein Akteur aus der jungen Garde schickt sich indes an, Führungsaufgaben zu übernehmen: Niklas Fries hatte schon in der vergangenen Runde unter Coach Sascha Holdefehr eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt und hat nun in der Vorbereitung noch einmal unterstrichen, dass er in Zukunft ein ganz wichtiger Akteur für den TVG sein kann. „Insgesamt habe ich eine recht junge Mannschaft, die viel Potenzial hat. Ob es allerdings schon reicht, um in dieser Runde in der Landesliga zu bestehen, das muss sich – gerade nach dem Spielverzicht von Till Haas und Alexander Anthes – noch zeigen“, ist für den Trainer klar, dass seine Mannschaft erst einmal gegen den Abstieg spielen wird. „Das ist unter diesen Voraussetzungen klar, stört aber auch nicht. Wir befinden uns hier in Groß-Rohrheim in einem Umbruch und wollen diesen in den nächsten eins, zwei Jahren erfolgreich bewältigen. Wir müssen unseren Jungs auch die nötige Zeit geben“, wäre für Borger auch ein zwischenzeitlicher Abstieg in die Bezirksoberliga kein Beinbruch. me

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